Teil eines Werkes 
4. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

; ie ;

— Sagt an, machen wir dem ein Ende; ſprecht, gnaͤdiger Herr, was beduͤrft Ihr? Wenn man einem Peinzen angehoͤrt, wenn dieſer Prinz ſich in dem Grade verſtellt, uns ſeinen Freund zu nennen, ſo muß man ihm Dank fuͤr die Verſtellung wiſſen, und ihm jedes Opfer, ſelbſt das des Lebens bringen. Sprecht!

Der Herzog erroͤthete; aber da er ſich im Schatten befand, ſo ſah Niemand dieſes Erroͤthen.

— Ich wollte Nichts von Dir, Buſſy, und Du irrſt Dich, ſagte er, wenn Du meinen Beſuch fuͤr in⸗ tereſſirt haͤltſt, da ich das ſchoͤne Wetter, und ganz Pa⸗ ris heute Abend fuͤr die Unterzeichnung der Ligue in Bewegung ſah, ſo wuͤnſchte ich nur, Dich in meiner Begleitung zu haben, um ein Wenig durch die Stadt zu ſtreifen. 8

Buſſy blickte den Herzog an.

— Habt Ihr nicht Aurilly? ſagte er.

— Ein Lautenſpieler.

— Ach, gnaͤdiger Herr, Ihr gebt ihm nicht alle ſeine Eigenſchaften; ich glaubte, daß er bei Euch noch andere Aemter haͤtte, und außer Aurilly habt Ihr noch zehn oder zwoͤlf Edelleute, deren Schwerdter ich an dem Getaͤfel meines Vorzimmers klirren hoͤre.

Der Thuͤrvorhang erhob ſich langſam.

— Wer iſt da? fragte der Herzog, und wer tritt, ohne ſich melden zu laſſen, in das Zimmer, in welchem ich bin?

— Ich, Remy, antwortete le Haudoin, indem er majeſtaͤtiſch und durchaus nicht verlegen eintrat.

4*

—