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Waͤhrend dem ganzen folgenden Tage verließ Remy das Bett des Grafen nicht; er hatte das doppelte Amt als Arzt des Leibes und als Arzt der Seele; er hatte kuͤhlende Getraͤnke fuͤr den einen, und wohlthuende Worte fuͤr die andere.
Aber am folgenden Tage, welches der Tag war, an welchem Herr von Guiſe in das Louvre gekommen, blickte Buſſy um ſich: Remy war nicht da.
— Er iſt ermuͤdet, dachte Buſſy; das iſt ſehr na⸗ tuͤrlich! Der arme Menſch muß ein großes Beduͤrfniß nach Luft und der Fruͤhlingsſonne haben; und dann er⸗ wartet ihn Gertrude ohne Zweifel; Gertrude iſt nur eine Zofe, aber ſie liebt ihn... Eine Zofe, welche liebt, iſt mehr werth, als eine Koͤnigin, welche nicht liebt.
Der Tag verfloß auf dieſe Weiſe, Remy erſchien nicht wieder. Gerade, weil er abweſend war, ſehnte ſich Buſſy nach ihm; er fuͤhlte ſchreckliche Regungen der Ungeduld nach dieſem armen jungen Manne.
— O! murmelte er ein oder zwei Male, ich, der ich noch an die Dankbarkeit und an die Freundſchaft glaubte! Nein, von nun an will ich an Nichts mehr glauben, 4 Gegen Abend, als die Straßen ſich mit Laͤrm und Menſchen zu fuͤllen begannen, als der bereits verſchwun⸗ dene Tag nicht mehr erlaubte, die Gegenſtaͤnde in dem Zimmer zu unterſcheiden, hoͤrte Buſſy ſehr laute und ſehr zahlreiche Stimmen in ſeinem Vorzimmer. 1
Ein Diener eilte nun ganz außer ſich herbei.


