— Ol Ihren Haß! Dheen Haß! Eher als ihre Gleichguͤltigkeit.
— Ja, aber das waͤre gemein und kleinlich: das wuͤr⸗ de ein Quélus und ein Maugiron thun, wenn ein Qus⸗ lus und ein Maugiron zu lieben wuͤßten. Beſſer iſt es, jenen Helden Plutarchs zu gleichen, die ich ſo ſehr be⸗ bewundert habe, dieſen jungen Antiochus, der vor Liebe ſtark, ohne ein Geſtaͤndniß zu wagen, ohne eine Klage auszuſtoßen. Ja, ich werde ſchweigen! Ja, ich, der ich Leib an Leib mit allen entſetzlichen Maͤnnern dieſes Jahrhunderts gerungen habe; ich, der ich Crillon, den tapferen Crillon entwaffnet vor mir geſehen und ſein Le⸗ ben in meiner Gewalt gehabt habe; ja, ich werde mei⸗ nen Schmerz erloͤſchen und ihn in meiner Seele erſtik⸗ ken, wie es Hercules mit dem Rieſen Anthaͤus gemacht hat, ohne ihn ein einziges Mal von dem Fuße der Hoffnung, ſeiner Mutter, beruͤhren zu laſſen. Nein, Nichts iſt mir unmoͤglich, mir, Buſſy, den man, wie Crillon, den Beinamen des Tapferen gegeben hat, und Alles, was die Helden gethan haben, werde ich auch thun.
Und nach dieſen Worten ließ er ſeine krampfhafte Hand ſinken, mit welcher er ſich die Bruſt zerfleiſchte,
trocknete den Schweiß von ſeiner Stirn und ſchritt lang⸗
ſam nach der Thuͤre zu; ſeine Fauſt wollte derb an den Vorhang klopfen: er gebot ſich Geduld und Sanftmuth, und er ging, ein Laͤcheln auf den Lippen und Ruhe auf der Stirn, mit einem Vulkane im Herzen hinaus. Wahr iſt es, daß er auf ſeinem Wege dem Herzoge
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