8
“
— 43—
henden Augen auf die junge Frau geheftet, welche ihre muͤden Augen nicht erhob, und in alle dem Glanze die⸗ ſes Feſtes hatte Buſſy, ungerecht, wie jeder Mann, der wahrhaft liebt, Buſſy, der die Vergangenheit vergaß und ſelbſt in ſeinem Geiſte alle die Schatten von Gluͤck zerſtoͤrte, welche die Vergangenheit darin hatte entſtehen laſſen, Buſſy hatte ſich nicht gefragt, wie ſehr Diana leiden muͤſſe, ſo ihre Augen niedergeſchlagen zu halten, ſie, die ſich gegenuͤber ein, von einer mit fuͤhlender Traurigkeit verſchleiertes Antlitz in Mitte aller dieſer gleichguͤltigen oder albern neugierigen Geſichter erblicken konnte.
— O! ſagte ſich Bufſy in ſeinem Innern, als er ſah, daß er vergebens auf einen Blick wartete, die Frauen haben nur Gewandtheit und Kuͤhnheit, wenn es ſich darum handelt, einen Vormund, einen Gatten oder eine Mutter zu taͤuſchen; ſie ſind linkiſch, ſie ſind feig, wenn es ſich darum handelt, eine Schuld einfacher Dankbarkeit zu bezahlen; ſie fuͤrchten ſich dermaßen, daß ſie zu lieben ſcheinen moͤchten, ſie legen einen ſo uͤber⸗ triebenen Werth auf ihre geringſte Gunſt, daß ſie, um denjenigen zur Verzweifelung zu bringen, der nach ih⸗ nen ſtrebt, ſie, wenn das ihre Laune iſt, nicht darauf
achten, ihm das Herz zu brechen. Diana konnte mir
offen ſagen: ich danke Euch fuͤr das, was Ihr für mich gethan habt, Herr von Buſſy; aber ich liebe Euch nicht. Ich waͤre an dem Schlage geſtorben, oder ich waͤre von ihm geheilt. Aber nein! Sie zieht mich vor, laͤßt mich ſie lieben und vergebens liebenz aber ſie hat


