— Wiel! Ich ernaͤhre Dich, Schaͤndlicher! fuhr Chi⸗ cot fort; ich ſtille Deinen Durſt, ich fuͤlle Dir Taſchen und Magen, und Du verraͤthſt Deinen Herrn!
— Ach, Chicot, ſagte der Moͤnch geruͤhrt.
— Du erzaͤhlſt meine Geheimniſſe, Elender!
— Lieber Freund!
— Schweig! Du biſt nur ein Angeber und Du ver⸗ dienſt eine Zuͤchtigung!
Der unterſetzte, kraͤftige, ungeheure, wie ein Stier gewaltige, aber durch die Reue und beſonders durch den Wein gebaͤndigte Moͤnch zitterte, ohne ſich zu vertheidi⸗ gen, in Chicots Haͤnden, der ihn wie einen mit Luft aufgeblaſenen Ballon ſchuͤttelte.
Panurg allein proteſtirte gegen die ſeinem Freunde angethane Gewalt durch Hufſchlaͤge, die Niemanden er⸗ reichten und welche ihm Chicot mit Stockſchlaͤgen er⸗ wiederte.
— Mir eine Zuͤchtigung! murmelte der Moͤnch, Eu⸗ rem Freunde eine Zuͤchtigung, lieber Herr Chicot?
— Ja, ja, eine Zuͤchtigung, ſagte Chicot, und Du
wirſt ſie empfangen.
Und der Stock des Gaskoniers ging fuͤr einen Au⸗ genblick von dem Ruͤcken des Eſels auf die breiten und fleiſchigen Schultern des Moͤnches uͤber.
— O, wenn ich nuͤchtern waͤre, ſagte Gorenflot
mit einer Regung des Zornes.
— So wuͤrdeſt Du mich ſchlagen, nicht wahr, Un⸗ dankvarer? Mich, Deinen Freund! ins 5 3


