Teil eines Werkes 
4. Bd. (1846)
Entstehung
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dem ſie es verſchmaͤheten, an einem ſo wichtigen Tage das Haus zu huͤten; einige unter ihnen hatten noch mehr gethan, ſie hatten das Rudel ihrer Kinder mitge⸗ ſchleppt, und dieſe, an die ungeheuren Buͤchſen, an die rieſenhaften Saͤbel oder an die ſchrecklichen Hellebarden ihrer Vaͤter geſpannten Buben boten einen drolligen An⸗ blick. In der That, zu allen Zeiten und in allen Jahr⸗ hunderten ſchleppte der Pariſer Gamin immer gern eine Waffe nach, wenn er ſie noch nicht tragen, oder bewun⸗ derte ſie gern bei Anderen, wenn er ſte ſelbſt noch nicht ſchleppen konnte.

Von Zeit zu Zeit ließ eine Gruppe, die aufgeregter als die andere war, die alten Schwerdter das Tages⸗ licht ſehen, indem ſie dieſelben aus der Scheide zog. Dieſe Feindlichkeitsbezeigung fand beſonders dann ſtatt, wenn man vor irgend einer Wohnung voruͤberkam, deſ⸗ ſen Bewohner man fuͤr einen Hugenotten hielt. Dann ſchrieen die Kinder aus vollem Halſe: Zur Sanct Batholomaͤusnacht... drauf, drauf! waͤhrend die Vaͤter riefen: Auf den Scheiterhaufen die Parpaillots!*) Auf den Scheiterhaufen! Auf den Scheiterhaufen!

Dieſes Geſchrei lockte anfangs das bleiche Geſicht irgend einer alten Magd oder eines ſchwarzen Predigers an das Fenſter, und verurſachte dann'ein Klirren von Riegeln an der Hausthuͤre. Gluͤcklich und ſtolz, gleich

*) Spottname der Hugenotten. Es war der Refrain ei⸗ nes Volksliedes: Aux fagots les parpaillots.