— Das iſt es, was ich fuͤrchtete, ſagte Gorenflot.
Und mehr todt als lebendig trat er in das Kloſter, deſſen Pforte ſich wieder hinter ihm verſchloß.
— Ah! Ihr ſeid es? rief der Bruder Pfoͤrtner aus. Kommt geſchwind, geſchwind, der ehrwuͤrdige Prior Jo⸗ ſeph Foulon verlangt nach Euch.
Und Gorenflot bei der Hand ergreifend, fuͤhrte, oder vielmehr zog ihn der Bruder Pfoͤrtner bis in das Zim⸗ mer des Priors.
Auch dort ſchloſſen ſich die Thuͤren wieder.
Gorenflot ſchlug die Augen nieder, indem er dem erzuͤrnten Blicke des Abtes zu begegnen fuͤrchtete; er fuͤhlte ſich allein, von aller Welt verlaſſen, unter vier Au⸗ gen mit einem Oberen, der erzuͤrnt, gerechter Weiſe er⸗ zuͤrnt ſein mußte.
— Ah! Ihr ſeid es, endlich, ſagte der Abt.
— Mein Ehrwuͤrdiger... ſtammelte der Moͤnch.
— Welche Beſorgniſſe habt Ihr mir verurſacht! ſagte der Prior.
— Das iſt zu viel Guͤte, mein Vater, erwiderte Gorenflot, der dieſen nachſichtigen Ton nicht begreifen konnte, den er nicht erwartete.
— Ihr habt Euch nach dem Auftritte dieſer Nacht gefuͤrchtet, zuruͤckzukehren, nicht wahr?.
— Ich geſtehe, daß ich nicht zuruͤckzukehren gewagt habe, ſagte der Moͤnch, deſſen Stirn ſich mit kaltem Schweiß bedeckte.
— Ah, lieber Bruder, lieber Bruder, ſagte der Abt, was
Ihr da gethan habt, iſt ſehr unbeſonnen und ſehr unvorſichtig. Die Dame von Monſoreau. Dritter Band. 5


