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— O, ja, mein Vater, bedenkt das, rief Diana aus, warum hat Herr von Monſoreau Euch glauben laſſen, daß ich todt waͤre? Warum hat er Euch dar⸗ uͤber in Unwiſſenheit gelaſſen, daß er mein Gatte waͤre?
Zitternd, als ob er ſich gefuͤrchtet haͤtte, ſeinen Blick bis auf den Grund dieſer Finſterniß zu heften, befragte der Baron ſchuͤchtern mit dem Blicke die fun⸗ kelnden Augen ſeiner Tochter und die verſtaͤndige Schwer⸗ muth Buſſys.
Waͤhrend dieſer Zeit hatte man den Salon erreicht.
— Herr von Monſoreau mein Schwiegerſohn! ſtam⸗ melte immer noch der Baron von Moridor vernich⸗ tet.
— Das kann Euch nicht verwundern, antwortete Diana im Tone ſanften Vorwurfes. Habt Ihr mir nicht befohlen, ihn zu heirathen, mein Vater?
— Ja, wenn er Dich rettete.
— Nun denn, er hat mich gerettet, ſagte Diana dumpf, indem ſie auf einen neben ihrem Betſtuhle ſte⸗ henden Seſſel ſank. Er hat mich gerettet, nicht aus dem Ungluͤcke, aber zum Mindeſten vor der Schande.
— Wacum hat er mich denn an Deinen Tod glau⸗ ben laſſen koͤnnen, mich, der ich ihn ſo bitterlich be⸗ weinte? wiederholte der Greis. Warum ließ er mich vor Verzweifelung ſterben, wo doch ein einziges Wort, ein einziges, mich dem Leben wiedergeben konnte?
— O, dahinter ſteckt noch irgend eine Falle, rief
Diana aus. Ihr werdet mich nicht mehr verlaſſen, Die Dame von Monſoreau Dritter Band. 4


