Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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chelnd, aber, wenn das nicht ſeine Wohnung iſt, ſo iſt es die einer Dame, welche er geliebt hat.

Eine Wolke legte ſich auf die Stirn des alten Sde⸗ mannes.

— Wir Leute aus der Provinz, mein Herr, ſagte er, indem er ſein Pferd anhielt, ſind an dieſe Gebraͤuche nicht gewoͤhnt; die leichten Sitten von Paris entſetzen uns ſo ſehr, daß wir Euren Geheimniſſen gegenuͤber nicht leben koͤnnen. Ich meine, wenn dem Herzoge von Anjou daran liegt, den Baron von Moridor zu ſehen, dieſes in ſeinem Pallaſte, und nicht in dem Hauſe einer ſeiner Geliebten geſchehen muͤßte. Und dann, fuͤgte der Greis mit einem tiefen Seufzer hinzu, warum fuͤhrt Ihr, der Ihr mir ein rechtſchaffener Mann zu ſein ſcheint, mich zu einer dieſer Frauen? Etwa um mich verſtehen zu laſſen, daß meine arme Diana noch leben wuͤrde, wenn ſie, als die Herrin dieſer Wohnung, die Schande dem Tode vorgezogen haͤtte?

— Ei was, ei was, Herr Baron, ſagte Buſſy, mit jenem biederen Laͤcheln, das ſein groͤßtes Ueberzeu⸗ 4 gungsmittel gegen den Greis geweſen war, macht nicht im Voraus falſche Schluͤſſe. Auf mein Wort als Edel⸗ mann, es handelt ſich hier nicht um das, was Ihr meint. Die Dame, welche Ihr ſehen werdet, iſt voll kommen tugendhaft und aller Achtung wuͤrdig.

— Aber wer iſt ſie denn?

— Sie iſt... ſie iſt die Gattin eines Edelmannes Eurer Bekanntſchaft. 4