Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 43—

dem Louvre zu gehen, und ſich dem Koͤnige zu Fuͤßen zu werfen? Was konnte ihm der Prinz ſagen? Ja, was vermogte er, ihn zu troͤſten? Gehoͤrte er nicht zu denen, welche gleich einem voruͤbergehend wirkenden Balſame vergoldete Worte auf die Wunden legen, die ſie geſchlagen haben, aus deren Gegenwart man ſich aber kaum entfernt hat, und die Wunde blutet heftiger und ſchmerzlicher, als zuvor?

So gelangte man in die Straße Saint-Paul. Wie ein ſchlauer Feldherr, hatte Buſſy Remy voraus gehen laſſen, welcher den Auftrag hatte, den Weg auszukund⸗ ſchaften und die Mittel zur Einfuͤhrung in den Platz vorzubereiten.

Dieſer Letztere wandte ſich an Gertruden, und kehrte zuruͤck, ſeinem Herrn zu ſagen, daß kein Hut, kein Schwerdt die Hausflur, die Treppe, oder den Vorplatz verſperrten, welche nach dem Zimmer der Frau von Monſoreau fuͤhrten.

Wie man ſich wohl denken wird, geſchahen alle dieſe Berathungen zwiſchen Buſſy und le Haudouin mit leiſer Stimme.

Waͤhrend dieſer Zeit blickte der Baron mit Erſtau⸗ nen um ſich.

— ECi was, fragte er halblaut, dort wohnt der

Herzog von Anjou?

Und das beſcheidene Ausſehn des Hauſes begann ihm ein Gefuͤhl von Mißtrauen einzufloͤßen.

— Nicht gerade, mein Herr, antwortete Buſſy laͤ⸗