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mein Herr, ſagte der Greis. Ein edler und biederer Edelmann, Herr von Monſoreau, hat meine arme Tochter geliebt und ſich fuͤr ſie intereſſirt.
— Herr von Monſoreau! Nun denn, fragte Buſſy, laßt hoͤren, wie iſt ſein Betragen in Alle dieſem ge⸗ weſen?
— Ah, ſein Betragen war bieder und wuͤrdig, denn Diana hatte ſeine Hand ausgeſchlagen. Dennoch war er es, der mich zuerſt von den ſchaͤndlichen Plaͤnen des Herzogs unterrichtete. Er war es, der mir das Mit⸗ tel angab, ſie ſcheitern zu laſſen; er verlangte nur Eines, um meine Tochter zu retten, und das zeugte noch mehr von dem ganzen Adel und von der ganzen Rechtſchaffen⸗ heit ſeiner Seele: er verlangte, daß, wenn es ihm ge⸗
laͤnge, ſie den Haͤnden des Herzogs zu entreißen, ich
ſie ihm zur Ehe gaͤbe, damit er, jung, thaͤtig und unternehmend, ſie gegen einen maͤchtigen Prinzen ver⸗ theidigen koͤnnte, was ihr armer Vater nicht zu unter⸗ nehmen vermoͤgte.
Ich gab mit Freuden meine Einwilligung. Aber ach! Es war vergebens; er langte zu ſpaͤt an, und fand meine arme Diana nur durch den Tod vor der Entehrung gerettet. 4
— Und hat Herr von Monſoreau denn ſeit dieſem lungluͤckſeligen Augenblicke Nichts mehr von ſich hoͤren laſſen? fragte Buſſy.
— Dieſe Ereigniſſe haben ſich erſt ſeit einem Mo⸗
nate zugetragen, ſagte der Greis, und der arme Edel⸗ mann wird nicht gewagt haben, wieder vor mir zu er⸗


