Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

— 1)—

liebten Diana, ſagt uns, wie dieſer Ungluͤcksfall ſich zugetragen hat.

— Dann wußtet Ihr es alſo nicht? ſagte der Greis, indem er ſich an Buſſy wandte.

Buſſy verneigte ſich, ohne zu antworten.

— Ei, mein Gott, nein, ſagte Johanna, Nie⸗ mand wußte Etwas von dieſem Ereigniſſe.

— Meine Diana iſt geſtorben, und ihre beſte Freundin wußte Nichts von ihrem Tode! O, es iſt wahr, ich habe Niemandem Etwas davon geſchrieben, Niemandem Etwas davon geſagt; ich meinte, daß die Welt von dem Augenblicke an nicht mehr leben koͤnnte wo Diana nicht mehr lebte; ich meinte, daß das ganze Weltall um Diana trauern muͤſſe.

— Sprecht, ſprecht, ſagte Johanna, das wird Euch erleichtern.

— Nun denn, ſagte der Baron, indem er einen Seufzer ausſtieß, dieſer niedertraͤchtige Prinz, die Schande des Adels von Frankreich, hat meine Diana geſehen, und da er ſie ſo ſchoͤn fand, ſo hat er ſie ent⸗ führen und nach dem Schloſſe Beaugé bringen laſſen, um ſie zu entehren, wie er es mit der Tochter eines Leibeigenen gethan haͤtte. Aber Diana, meine heilige und edle Diana, hat den Tod gewaͤhlt. Sie hat ſich aus einem Fenſter in den See geſtuͤrzt, und man hat nur ihren auf der Oberflaͤche des Waſſers ſchwimmen⸗ den Schleier wiedergefunden.

Und der Greis vermogte dieſe letzten Worte nur

unter Thraͤnen und Schluchzen auszuiprechen, welche

Die Dame von Monſoreau. Dritter Band.