daß Diana, nachdem der Waͤchter in ſein Horn geſtoßen, um einen Beſuch zu melden, nicht auf der Zugbruͤcke erſchien, ein Signal, auf welches Diana immer herbei eilte.
Aber ſtatt Dianens ſah man aus der Haupthalle des Schloſſes einen gebuͤckten, auf einen Stock geſtuͤtz⸗ ten Greis herbeiſchreiten. Er war in einen Ueberwurf von gruͤnem Sammet, mit Fuchspelz verbraͤmt, geklei⸗ det, und an ſeinem Guͤrtel glaͤnzte eine ſilberne Pfeife neben einem kleinen Schluͤſſelbunde.
Der Abendwind erhob auf ſeiner Stirn ſeine lan⸗ gen Haare, ſo weiß wie friſch gefallener Schnee.
Von zwei großen weißen Hunden von deutſcher Ab⸗ kunft gefolgt, die langſam und mit gleichen Schritten, den Kopf geſenkt und ſich um keine Linie einander vor⸗ aus kommend, hinter ihm her gingen, ſchritt er uͤber
die Zugbruͤcke. Als der Greis an die Bruͤſtung kommen
konüte, fragte er mit ſchwacher Stimme:
— Wer iſt da, und wer erzeigt einem armen Greiſe die Ehre ihn zu beſuchen?
— Ich, ich, Herr Auguſtin, rief bie neckende Stimme der jungen Frau aus.
Denn Johanna von Coſſé nannte den⸗ Greis ſo, um ihn von ſeinem juͤngeren Bruder zu unterſcheiden, der Wilhelm hieß, und der erſt ſeit drei Jahren geſtor⸗ ben war.
Aber ſtatt mit dem freudigen Ausruf zu antworten, den Johanna aus ſeinem Munde kommen zu hoͤren er⸗ wartete, erhob der Baron langſam das Haupt, und in⸗
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