Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Und dann wollte Buſſy als ein gaͤnzlich Unbekannter Méridor betreten. Er wollte ohne irgend eine Vorbe⸗ reitung Herrn von Moridor ſehen, und ihn uͤber Herrn von Monſoreau und uͤber den Herzog von Anjou ſpre⸗ chen hoͤren; er wollte ſich endlich uͤberzeugen, nicht et⸗ wa, daß Dianas Erzaͤhlung aufrichtig waͤre, er bearg⸗ woͤhnte dieſen Engel an Reinheit keinen Augenblick der Luͤge, ſondern daß ſie ſelbſt nicht uͤber irgend einen Punkt getaͤuſcht waͤre, und daß dieſe Erzaͤhlung, die er mit ſo maͤchtiger Theilnahme angehoͤrt hatte, eine ge⸗ treue Auslegung der Ereigniſſe geweſen waͤre.

Wie man ſieht, bewahrte Buſſy zwei Gefuͤhle, welche den hoͤher ſtehenden Mann ſelbſt in Mitte der Verirrungen der Liebe in der beherrſchenden Sphaͤre er⸗ halten; dieſe beiden Gefuͤhle beſtanden in der Vorſicht in Bezug auf Fremde und der tiefen Achtung der Per⸗

ſon, die man lieht.

Trotz ihres weiblichen Scharfſinnes wurde demnach auch Frau von Saint⸗Luc durch die Gewalt, welche Buſſy uͤber ſich ſelbſt bewahrt hatte, getaͤuſcht, und

hielt ſich uͤberzeugt, daß der junge Mann Dianas Na⸗ men zum erſten Male habe ausſprechen hoͤren, und daß, da dieſer Name weder eine Erinnerung, noch eine Hoff⸗ nung in ihm erweckte, er in Méridor irgend ein, neuen Gaͤſten, die zu ihr kaͤmen, gegenuͤber ſehr linkiſches und ſehr verlegenes Landmaͤdchen zu finden erwartete.

Sie ſchickte ſich dem zu Folge an, ſeine Ueber⸗

raſchung zu genießen.

Indeeſſn ſetzte ſie Etwas in Erſtaunen, naͤmlich,