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Trotz ſeines langen Bartes, trotz ſeines bleichen Geſichtes, trotz ſeiner kurz geſchnittenen Haare erkannte ihn Billot. Es war der Doctor Gilbert.
„Doctor! Doctor! ſind Sie es?“
„Wer ruft mich?“ fragte der Gefangene.
„Ich, ich, Billot, Ihr Freund.“
„Sie, Billot?“
„Ja! ja! er! er! wir! wir!“ riefen zwanzig Stim⸗ men, die bei den furchtbaren Streichen, welche Billot that, auf dem Ruheplatz ſtehen geblieben waren.
„Wer, Ihr?“
„Wir, die Sieger der Baſtille! Die Baſtille iſt genommen, Sie ſind frei!“
„Die Baſtille iſt genommen! ich bin frei!“ rief der Doctor.
Und er ſtreckte ſeine beiden Hände durch die Oeff⸗ nung und rüttelte ſo gewaltig an der Thüre, daß die Angeln und das Schloß ſich losreißen zu wollen ſchie⸗ nen, und daß ein ſchon durch Billot erſchütterter eiche⸗ ner Flügel krachte, zerbrach und in den Händen des Gefangenen blieb.
„Warten Sie, warten Sie,“ ſagte Billot, denn er begriff, eine zweite der erſten ähnliche Anſtrengung würde ſeine einen Augenblick überreizten Kräfte er⸗ ſchöpfen,„warten Sie.“
Und er verdoppelte ſeine Streiche.
Durch die Oeffnung, die ſich immer mehr ver⸗ größerte, konnte er in der That den Gefangenen ſehen. Dieſer war wieder auf ſeinen Stuhl geſunken, bleich wie ein Geſpenſt und unfähig, das Querholz aufzu⸗ heben, welches bei ihm lag, der, einem Simſon ähn⸗ lich, beinahe die Baſtille erſchüttert hätte.
„Billot! Billot!“ murmelte er.
„Ja! ja! und ich auch, Pitou, Herr Doctor; Sie erinnern ſich wohl des armen Pitou, den Sie bei Tante Angélique in die Koſt gebracht haben; Pitou, der kommt, um Sie zu befreien.“


