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„Es iſt gut,“ ſagte de Launay.
Dann wandte er ſich gegen die Angreifenden um und rief ihnen zu:
„Und nun, Ihr Leute, zieht Euch zurück.“
Billot, Hullin und Elie gaben das Beiſpiel und zogen ſich zuerſt zurück.
Alle Andere folgten ihnen.
De Launay legte die Lunte auf die Seite und fing an die Capitulation auf ſeinem Knie zu ſchreiben.
Die Invaliden und die Schweizer begriffen, daß es ſich um ihre Rettung handelte, und ſahen ihm ſtill⸗ ſchweigend und mit einem gewiſſen ehrfurchtsvollen Grauen zu.
De Launay wandte ſich um, ehe er die Feder auf das Papier ſetzte. Die Höfe waren frei.
In einem Augenblick erfuhr man außen Alles, was innen vor ſich ging. 3
Die Bevölkerung kam, wie Herr von Losme geſagt hatte, unter dem Pflaſter hervor. Hundert tauſend Menſchen umgaben die Baſtille.
Es waren nicht allein Arbeiter, es waren Bürger von allen Claſſen. Es waren nicht nur Männer, es waren Kinder, es waren Greiſe.
Und Alle hatten eine Waffe, Alle ſtießen einen Schrei aus.
Da und dort ſah man mitten unter den Gruppen eine in Thränen zerfließende Frau mit zerzauſten Haaren, die Hände ringend und den ſteinernen Rieſen mit einer verzweifelten Geberde verfluchend.
Es war eine Mutter, deren Sohn die Baſtille niedergeſchmettert, es war eine Tochter, der die Baſtille den Vater niedergeſchmettert, es war ein Weib, dem die Baſtille den Mann niedergeſchmettert hatte.
Doch ſeit einem Augenblick hatte die Baſtille keinen Lärmen, keine Flamme, keinen Rauch mehr. Die Ba⸗ Hllehtur erloſchen. Die Baſtille war ſtumm wie ein
rab.


