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Plötzlich erblickte ſie Charny am Ende der Reihe. Sie erröthete und gab einen Ausruf des Erſtaunens von ſich.
Charny bückte den Kopf nicht. Er ſchaute fort⸗ während dieſe Königin an, in deren Blick er ein neues Unglück las. Sie kam auf ihn zu und ſagte mit ſtrengem Tone:
„Ich glaubte, Sie wären auf Ihren Gütern, Herr von Charny?“
„Ich bin von dort zurückgekehrt, Madame,“ er⸗ wiederte er mit kurzem, beinahe unhöflichem Ausdruck.
Sie blieb erſtaunt ſtehen, ſie, der nie eine Nuance entging.
Nach dieſem Austauſch von Blicken und beinahe ſeindlichen Worten wandte ſie ſich gegen die Frauen.
„Guten Morgen, Gräfin,“ ſagte ſie freundſchaftlich zu Frau von La Mothe. Und ſie blinzelte ihr ganz vertraulich mit den Augen zu.
Charny bebte. Er ſchaute aufmerkſamer.
Unruhig über dieſes eine Abſichtlichkeit verrathende Anſchauen wandte Frau von La Mothe den Kopf ab.
Charny folgte ihr, wie es ein Verrückter gethan ane bis ſie ihm noch einmal ihr Geſicht gezeigt
atte.
ſtudiren.
Rechts und links grüßend, ſolgte doch die Königin
dieſem Manveuvre der beiden Beobachter.
„Sollte er den Verſtand verloren haben?“ dachte ſie.„Armer Junge!“
Und ſie kehrte zu ihm zurück und fragte mit mil⸗ derem Ton:
„Wie befinden Sie ſich, Herr von Charny?“
„Sehr gut, Madame, doch, Gott ſei Dank, minder gut als Cure Majeſtät.“
Und er verbeugte ſich auf eine Art, daß er die
Dann drehte er ſich um ſie, um ihren Gang zu


