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Königin mehr erſchreckte, als er ſie in Erſtaunen ge⸗ ſetzt hatte.
„Dahinter iſt Etwas,“ ſagte die aufmerkſame Jeanne.
„Wo wohnen Sie denn gegenwärtig?“ fuhr die Königin fort.
„In Verſailles, Madame,“ erwiederte Olivier.
„Seit wie lange 24
„Seit drei Nächten,“ ſprach der junge Mann, in⸗ dem er mit dem Blick, mit der Geberde und mit der Stimme einen Nachdruck auf dieſe Worte legte. de Die Königin offenbarte keine Bewegung; Jeanne ebte. „Haben Sie mir nicht etwas zu ſagen?“ fragte die Königin Charny mit einer engeliſchen Sanftmuth.
„Ohl Madame,“ erwiederte dieſer,„ich hätte Eurer Majeſtät nur zu viel zu ſagen.“
„Kommen Sie!“ ſprach Marie Antoinette un⸗ geſtüm.
„Wachen wir,“ dachte Jeanne.
Die Königin ging mit großen Schritten nach ihren Gemächern. Jedermann folgte ihr nicht minder bewegt⸗
Was Frau von La Mothe providenziell vorkam, war der Umſtand, daß Marie Antoinette, um den An⸗ ſchein zu vermeiden, als ſuchte ſie unter vier Augen
zu ſein, mehrere Perſonen ihr zu folgen aufforderte.
Mitten unter dieſe Perſonen ſchlüpfte Jeanne.
Die Königin trat in ihr Gemach und entließ Frau von Miſery und ihren ganzen Dienſt.
Es war ein mildes, verſchleiertes Wetter; die Sonne durchdrang die Wolken nicht, doch ſie ließ ihre Wärme und ihr Licht durch ihre dichte weiße und blaue Fütterung ſiekern.
Die Königin öffnete das Fenſter, das auf eine kleine Terraſſe ging; ſie ſetzte ſich an ihr von Briefen beladenes Arbeitstiſchchen und wartete.
Das Halsband der Koͤnigin. III.


