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Bedeutet nicht in der That ein beleuchtetes Fenſter ein bewohntes Zimmer? und warum ſo lügen, wenn man das Recht der Unverſchämtheit und der Ehrloſig⸗ keit hat, wenn man eine ſo geringe Entfernung zwiſchen der verborgenen Schande und dem öffentlichen Aerger⸗ niß zurückzulegen hat?
Das Fenſter der Königin war erleuchtet.
„Glauben zu machen, ſie ſei zu Hauſe, während ſie in Geſellſchaft eines Liebhabers im Parke umher⸗ läuft! Wahrhaftig das iſt Keuſchheit ohne allen Nutzen!“ ſagte Charny, der ſeine Worte mit einer bittern Ironie
„Sie iſt zu gut, dieſe Königin, daß ſie ſich ſo gegen uns verſtellt. Allerdings befürchtet ſie vielleicht,
Und Charny, indem er ſich die Nägel in das Fleiſch drückte, ſchlug mit gemeſſenen Schritten wieder den
dem er über den Balcon geſtiegen war.„Ja, mor⸗ gen!... für alle Welt, denn morgen werden wir zu
vier beim Rendezvous ſein, Madame 5
IXVl. Frau und Königin.
Der andere Tag brachte dieſelben Verlegenheiten, dieſelben Leiden herbei.
Die Thüre öffnete ſich beim letzten Schlage vor Mitternacht. Die zwei Frauen erſchienen.
Es war, wie in den arabiſchen Mährchen, die Be⸗ harrlichkeit der Genien, welche den Talismanen zu beſtimmter Stunde gehorchten.
Charny hatte alle ſeine Entſchlüſſe gefaßt; er


