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er küßte mit Leidenſchaft, mit Wahnſinn eine ganz friſche, balſamiſche Roſe, welche ſicherlich diejenige war, deren Schönheit Charny bemerkt hatte, als die Königin in den Park eintrat, und die er ſo eben den Händen ſeiner Fürſtin hatte entfallen ſehen.
Eine Roſe, ein Kuß auf dieſe Roſe! Handelte es ſich um Botſchaft und Staatsgeheimniſſe?
Charny wäre beinahe von Sinnen gekommen. Er war im Begriff, auf dieſen Menſchen loszuſtürzen und ihm die Blume zu entreißen, als die Begleiterin der Königin wiedererſchien und dem Unbekannten zurief:
„Kommen Sie, Monſeigneur.“
Charny glaubte, ein Prinz von Geblüt ſei gegen⸗ wärtig, und lehnte ſich an einem Baume an, um nicht halb todt auf den Raſen zu ſinken..
Der Unbekannte eilte auf die Seite, woher die Stimme kam, und verſchwand mit der Dame.
LXV. Die Hand der Königin.
Als Charny, von dieſem furchtbaren Schlag ganz zermalmt, in ſeine Wohnung zurückgekehrt war, fand er keine Kräfte mehr gegen das neue Unglück, das ihn
raf.
So hatte ihn die Vorſehung nach Verſailles zu⸗ rückgeführt, ihm dieſes koſtbare Verſteck gegeben, einzig und allein, um ſeiner Eiferſucht zu dienen und ihn einem von der Königin mit Hintanſetzung aller ehelichen Redlichkeit, aller königlichen Würde, aller Liebestreue begangenen Verbrechen auf die Spur zu bringen.
Es ließ ſich nicht bezweifeln, der ſo im Parke empfangene Mann war ein neuer Liebhaber. Im Fieber


