Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Zweite Abteilung, Das Halsband der Königin : 10. und 11. Bändchen (1850) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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und durchbrach das Geſpräch. Der Cavalier machte eine Bewegung, als wollte er ſich niederwerfen; er erhielt ohne Zweifel ſeinen Abſchied nach der Audienz.

Charny verſteckte ſich hinter einem dicken Baum. Sicherlich würde die Gruppe, indem ſie ſich trennte, in Brüchen an ihm vorüuberkommen. Seinen Athem zurückhalten, die Gnomen und Sylphen bitten, alle Echos, ſei es der Erde, ſei es des Himmels, unter⸗ rücken, dies war das Einzige, was ihm zu thun übrig

ieb.

In dieſem Augenblick glaubte er einen Gegenſtand von heller Nuance an der königlichen Mantille hinab⸗ gleiten zu ſehen; der Cavalier verbeugte ſich lebhaft bis zum Graſe, erhob ſich dann wieder mit einer ehr⸗ furchtsvollen Bewegung und entfloh, denn die Geſchwin⸗ digkeit ſeines Abgangs ließe ſich unmöglich anders bezeichnen.

Doch er wurde in ſeinem Laufe von der Beglei⸗ terin der Königin aufgehalten, die ihn mit einem kleinen Schrei zurückrief und ihm, als er angehalten hatte, mit halber Stimme das Wort zuwarf:

Warten Sie!

Es war ein ſehr gehorſamer Cavalier, denn er blieb auf der Stelle ſtehen und wartete.

Charny ſah nun die zwei Frauen, einander am Arm haltend, zwei Schritte von ſeinem Verſtecke vor⸗ übergehen; die durch den Rock der Königin bewegte Luft machte die Pflanzenſtiele des Raſen beinahe unter den Händen von Charny wogen.

Er fühlte den Wohlgeruch, den er bei der Königin anzubeten gewohnt war: Eiſenkraut mit Reſeda ver⸗ miſcht eine doppelte Trunkenheit für ſeine Sinne und ſeine Erinnerung.

Die Frauen gingen vorüber und verſchwanden.

Dann, nach einigen Minuten, kam der Unbekannte, um den ſich der junge Mann während des ganzen Ganges der Königin bis zur Thure nicht mehr bekümmert hatte;