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nuche er einen Sprung, als wollte er ihr zu Füßen allen. Doch er überlegte, daß ihn wenigſtens dreißig
Schritte von ihr trennten, daß ſie ihn, ehe er dieſe
dreißig Schritte zurückgelegt, ſehen und, ihn nicht
erkennend, Angſt bekommen würde, daß ſie ſchreien oder
entfliehen würde, daß ihr Geſchrei zuerſt ihre Gefährtin
und dann einige Wachen herbeiziehen müßte; daß man
den Park durchſuchen, mindeſtens den Indiscreten, viel⸗ leicht aber auch den Zufluchtsort entdecken würde, und
daß es dann um das Geheimniß, um das Glück und
die Liebe geſchehen wäre. 2
Er wußte ſich zurückzuhalten und that wohl daran. Denn kaum hatte er dieſen unwiderſtehlichen Ausbruch bewältigt, als die Gefährtin der Königin wiederer⸗ chien und nicht allein zurückkam.
Charny ſah zwei Schritte hinter ihr einen Mann von ſchöner Geſtalt, begraben unter einem breiten Hut, verloren unter einem weiten Mantel, gehen.
Dieſer Mann, der Herrn von Charny vor Haß und Eiferſucht zittern machte, ſchritt nicht wie ein Triumphator einher. Er ſchwankte, ſchleppte den Fuß mit Zögern und ſchien tappend in der Nacht zu gehen, als hätte er nicht zur Führerin die Gefährtin der Kö⸗ nigin gehabt, als hätte er nicht zum Ziele die Königin ſelbſt, weiß und aufrecht unter den Bäumen.
Sobald er Marie Antoinette erblickte, vermehrte ſich nur das Zittern, das Charny an ihm bemerkt hatte. Der Unbekannte zog ſeinen Hut ab und fegte damit gleichſam den Boden. Er ſchritt weiter. Charny ſah ihn in den dichten Schatten eintreten; er verbeugte ſich tief und zu wiederholten Malen.
Das Erſtaunen von Charny hatte ſich indeſſen in ſtarre Verwunderung verwandelt. Von der Verwun⸗ derung ſollte er bald zu einer andern Gemüthsbewegung übergehen. Was wollte die Königin im Park zu einer
ſo vorgerüchten Stunde? Was wollte dieſer Mann?
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