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Marie Antoinette konnte gewahren und gewahrte, behibrinlein von Taverney auf der Stelle das Schloß verließ.
Sie begab ſich in der That in das Haus ihres Vaters, wo ſie, wie ſie erwartete, ihren Bruder im
Garten fand. Der Bruder träumte, die Schweſter handelte.
Als er Andrée erblickte, die ihr Dienſt im Schloſſe zurückhalten mußte, ging Philipp erſtaunt, beinahe erſchrocken auf ſie zu.
Erſchrocken beſonders über dieſe düſtere Miene, er, den Andrée nie anders als mit einem Lächeln zärtlicher Freundſchaft anredete. Er fing an, wie die Königin angefangen hatte; er befragte.
Andrée theilte ihm mit, ſie habe ſo eben den Dienſt der Königin verlaſſen, ihr Abſchied ſei angenommen, und ſie werde ins Kloſter treten.
Philipp ſchlug mit Gewalt in ſeine Hände, wie ein Menſch, der einen unerwarteten Streich empfängt.
„Wiel“ rief er,„Du auch, meine Schweſter?“
„Was!l ich auch? was willſt Du damit ſagen?0
„Es iſt alſo eine verfluchte Berührung für unſere Familie, die Berührung der Bourbonen?“ rief er;„Du glaubſt Dich genöthigt, das Gelübde abzulegen? Du! Nonne aus Geſchmack, aus Gemüth; Du, die am Mindeſten weltliche der Frauen und die am mindeſten zum ewigen Gehorſam gegen die Geſetze des Aſce⸗
tismus faͤhige! Laß hören, was wirfſt Du der Köni⸗
gin vor?“
„Man hat der Königin nichts vorzuwerfen, Phi⸗ lipp,“ erwiederte kalt die junge Frau.„Du, der Du ſo ſehr auf die Gunſt der Höfe gezählt haſt, Du, der
Du mehr, als irgend Jemand, darauf zählen mußteſt,
warum haſt Du nicht bleiben können? warum bliebſt
Du nicht drei Tage? Ich bin drei Jahre geblieben!“ „Die Königin iſt zuweilen launenhaft, Andrée.“
„Iſt es ſo, ſo konnteſt Du es ertragen, Du, ein
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