Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Zweite Abteilung, Das Halsband der Königin : 10. und 11. Bändchen (1850) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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An das Ende der Welt, wenn es ſein muß.

Das iſt zu weit für einen erſten Ausflug. ſprach der Boetor mit demſelben Phlegma.Begnügen wir uns vorerſt mit Verſailles.

Verſailles, es ſei, da Sie es wollen.

Mir ſcheint, von Ihrer Wunde geheilt zu ſein, iſt für Sie kein Grund, das Land zu verlaſſen.

Dieſe ſtudirte Kaltblütigkeit bewog Charny vollends, auf ſeiner Hut zu ſein.

Es iſt wahr, Doctor, ich habe ein Haus in Verſailles. 3

Gut! das iſt es, was wir brauchen, man wird Sie heute Abend dahin bringen.

Sie haben mich nicht recht verſtanden, Doctor, ich wünſchte eine Fahrt nach meinen Gütern zu machen.

Ahl ja wohl. Ihre Güter, was Teufels, Ihre Güter ſind nicht am Ende der Welt.

Sie liegen an der Gränze der Picardie, fünfzehn bis zwanzig Meilen von hier.

Ah! Sie ſehen wohl.

Charny drückte dem Doctor die Hand, als wollte

er ihm für alle ſeine Zartheiten danken.

Am Abend trugen die vier Knechte, die er bei ihrem erſten Verſuche ſo heftig zurückgeſchlagen hatte, Charny bis zu ſeinem Wagen, der ihn vor dem Pfört⸗ chen des Geſindehauſes erwartete.

Der König hatte den ganzen Tag gejagt, ſodann zu Nacht geſpeist und ſchlief nun. Charny, welcher ein wenig darüber beſorgt war, daß er ſich, ohne Ab⸗

ſchied zu nehmen, entfernte, wurde durch den Doctor

völlig beruhigt; dieſer verſprach ihm, ſeinen Abgang zu entſchuldigen und denſelbeu durch das Bedürfniß der Ortsveränderung zu motiviren.

Charny, ehe er in ſeinen Wagen ſtieg, gab ſich die ſchmerzliche Befriedigung, bis zum letzten Augen⸗ blick nach den Fenſtern der Wohnung der Königin zu ſchauen. Niemand konnte ihn ſehen. Einer von den