Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Zweite Abteilung], Das Halsband der Königin : 1.-4. Bändchen (1849) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Die Königin in einer Kriſe! wiederholten andere Stimmen.

Ohl das iſt unmöglich! ſagte der Eine.

Schauen Sie, erwiederte ruhig der Unbekannte, kennen Sie die Königin, ja oder nein?

In der That, murmelten die meiſten Anweſen⸗ den,die Aehnlichkeit iſt unglaublich.

Frau von La Mothe hatte eine Maske, wie alle Frauen, die, wenn ſie von Mesmer weggingen, ſich auf den Ball im Opernhauſe begeben wollten.

Sie konnte alſo, ohne Gefahr zu laufen, ſich er⸗ kundigen.

Mein Herr, fragte ſie den Mann der Aus⸗ rufungen, der einen umfangreichen Körper, ein volles, gefärbtes Geſicht und funkelnde, ſcharf beobachtende Augen hatte,ſagen Sie nicht, die Königin ſei hier?

Ohl Madame, es iſt nicht zu bezweifeln, erwie⸗ derte der Unbekannte.

Und wo dieß?

Jene junge Frau, die Sie dort auf veilchen⸗ blauen Kiſſen, in einer ſo heftigen Kriſe erblicken, daß ſie ihre Entzückungen nicht mäßigen kann, iſt die Königin.

Aber, mein Herr, worauf gründen Sie die Idee, dieſe Frau ſei die Königin?

Ganz einfach darauf, Madame, daß dieſe Frau die Königin iſt, erwiederte unſtörbar der Anſchul⸗ digende.

Und er verließ Jeanne, um die Kunde in den Gruppen zu begründen und zu verbreiten.

Jeanne wandte ſich von dem faſt empörenden Schau⸗ ſpiel ab, das die Epileptiſche bot. Doch kaum hatte ſte ein paar Schritte nach der Thüre gemacht, als ſie ſich von Angeſicht zu Angeſicht den zwei Damen gegen⸗ über fand, die, bis ſie zu den Convulſionären über⸗

gehen ſollten, nicht ohne ein lebhaftes Intereſſe, den Bottich, die Stangen und den Deckel anſchauten.

Kaum hatte Jeanne das Geſicht der älteren von