daß ich in ein Haus eintrete, das vom Einſturz be⸗ droht iſt. Oh! nein, ich habe ſchon zu viele Häͤuſer
geſehen, um nicht mit dem erſten Blick die guten von
den ſchlechten zu unterſcheiden. Sie werden mich nicht bewegen, mit einem Ungeſchickten zu jagen, der ſeine Flinte ſchlecht handhabt. Seit Kephales, der ſeine Frau Prokris tödtete, bis auf den Regenten, der dem Herrn Prinzen das Auge ausſtach, habe ich zu viele Ungeſchickte geſehen; Sie werden mich im Kriege nicht veranlaſſen, dieſen oder jenen Poſten einzunehmen, den der Erſte der Beſte einnehmen würde, inſofern ich im Augenblick alle geraden Linien und alle paraboliſchen Linien, die auf eine tödtliche Weiſe nach dieſem Poſten ulaufen, berechnet haben werde. Sie ſagen mir, man ehe eine verlorene Kugel nicht vorher? Ich antworte Ihnen, ein Mann, der eine Million Flintenſchüſſe ver⸗ mieden, ſei nicht entſchuldbar, wenn er ſich durch eine verlorene Kugel tödten laſſe. Ah! machen Sie keine Geberde der Ungläubigkeit, denn ich bin hier als ein lebendiger Beweis. Ich ſage Ihnen nicht, ich ſei unſterblich; ich ſage Ihnen nur, ich wiſſe das, was Niemand weiß, nämlich den Tod zu vermeiden, wenn er durch einen Zufall kommt. So würde ich, zum Bei⸗ ſpiel, um keinen Preis der Welt hier allein mit Herrn von Launay bleiben, denn er denkt, wenn er mich in
einer von ſeinen Zellen in der Baſtille hätte, ſo würde
er meine Unſterblichkeit mit Hülfe des Hungers ver⸗ ſuchen. Ich würde eben ſo wenig mit Herrn von Con⸗ dorcet zuſammenbleiben, denn er hat in dieſem Augen⸗ blick den Gedanken, den Inhalt des Ringes, den er am Zeigefinger der linken Hand trägt, in mein Glas zu werfen, und dieſer Inhalt iſt Gift, Alles ohne irgend eine boshafte Abſicht, ſondern nur aus wiſſen⸗ ſchaftlicher Neugierde, um ganz einfach zu erfahren, ob ich daran ſterben würde.“
ie zwei Perſonen, welche Caglioſtro genannt hatte, machten eine Bewegung.
„Sie können es frei geſtehen, Herr von Launay;


