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„Wer weiß es?“
„Sie, Graf.“
„Ja, allerdings, aber...“
„Nicht Andere?“ verſetzte Madame Dubarry.
„Madame, das iſt eine Frage, die wir ſogleich be⸗ handeln werden. Ich habe ſtets die Diät meiner Tropfen befolgt, und da ſie die Verwirklichung des ewigen Traums der Menſchen aller Zeiten ſind, da ſie das ſind, was die Alten unter dem Namen Jugendwaſſer, die Neuern unter dem Namen Lebenselirxir ſuchten, ſo habe ich beſtändig meine Jugend, folglich meine Ge⸗ ſundheit, folglich mein Leben bewahrt. Das iſt klar.“
„Es nützt ſich jedoch Alles ab, Graf, der ſchönſte Koͤrper wie die andern.“
„Der von Paris, wie der von Vulcan,“ ſagte die Gräfin.
„Sie haben ohne Zweifel Paris gekannt, Herr von Caglioſtro?“
„Genau, Madame; es war ein ſehr hübſcher Junge; im Ganzen aber verdient er nicht, was Homer von ihm ſagt und was die Frauen von ihm denken. Vor Allem war er roth.“
„Roth! oh pfuil wie abſcheulich!“ rief die Gräfin.
„Leider war Helena nicht Ihrer Anſicht, Madame,“ erwiederte Caglioſtro.„Doch kommen wir auf unſer Elixir zurück.“
„Ja, ja,“ riefen alle Stimmen.
„Sie behaupten alſo, Alles nütze ſich ab, Herr von Taverney. Gut. Sie wiſſen aber auch, daß ſich Alles wieder ausgleicht, ſich regenerirt oder ſich erſetzt, wie Sie wollen. Das bekannte Meſſer des heiligen Hubert, das ſo oft die Klinge und den Griff gewechſelt hat, iſt ein Beiſpiel hievon, denn trotz dieſes doppelten Wechſels iſt es das Meſſer vom heiligen Hubert ge⸗ blieben. Der Wein, den in ihrem Keller die Mönche von Heidelberg aufbewahren, iſt immer derſelbe Wein, man gießt aber jedes Jahr in das Rieſenfaß eine neue
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