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Balſamo ein Geſchenk mit einem Fläſchchen Elixir machte, wobei er Ihnen jeden Morgen drei Tropfen davon zu nehmen empfahl! erinnern Sie ſich, ſeine Vorſchrift bis zum letzten Jahre befolgt zu haben, zu welcher Zeit ſich das Fläſchchen geleert fand? Erinnern Sie ſich aller dieſer Umſtände nicht mehr, Gräfin, ſo wäre dieß in der That nicht mehr Vergeßlichkeit, ſon⸗ dern Undank.“
„Ohl Herr von Caglioſtro, Sie ſagen mir da Dinge..“
„Die nur Ihnen allein bekannt ſind, ich weiß es wohl. Worin läge aber das Verdienſt, ein Zauberer zu ſein, wenn man die Geheimniſſe ſeines Nächſten nicht wüßte?“
„Joſeph Balſamo hatte alſo, wie Sie, das Recept dieſes wunderbaren Elirirs?“
„Nein, Madame, da er aber einer meiner beſten Freunde war, ſchenkte ich ihm drei bis vier Fläſchchen.“
„Und er hat noch davon?“
„Oh! das weiß ich nicht. Seit drei Jahren iſt der arme Balſamo verſchwunden. Ich ſah ihn zum letzten Mal in Amerika, an den Ufern des Ohio; er unternahm eine Expedition nach den Rocky Mountains, und ſeitdem hörte ich ſagen, er ſei geſtorben.“
„Genug, genug, Graf!“ rief der Marſchall;„ich bitte, laſſen Sie die Galanterien. Das Geheimniß, Graf, das Geheimniß!“
„Sprechen Sie im Ernſte, mein Herr?“ fragte der Graf von Haga.
„Ganz im Ernſte, Sire. Verzeihen Sie, ich will ſagen, Herr Graf,“ erwiederte Caglioſtro, und dabei verbeugte er ſich auf eine Weiſe, durch die er andeutete, borhane hum⸗ den er begangen, ſei ganz freiwillig ge⸗ chehen.
„Madame iſt alſo nicht alt genug, um verjüngt zu werden?“ ſagte der Marſchall.
„Wahrhaftig, nein.“ 2 „Nun, ſo will ich Ihnen einen andern Gegenſtand


