Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Zweite Abteilung], Das Halsband der Königin : 1.-4. Bändchen (1849) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Cleopatra war alſo..

Klein, mager, lebhaft, geiſtreich, mit großen, mandelartig geſchlitzten Augen, einer griechiſchen Naſe, Perlzähnen, einer Hand wie die Ihrige, einer magern Hand, um das Scepter zu halten. Sehen Sie, hier iſt ein Diamant, den ſie mir geſchenkt; ſie hatte den⸗ ſelben von ihrem Bruder Ptolemäus erhalten und trug ihn am Daumen.

Am Daumen? rief Madame Dubarry.

Ja. das war eine ägyptiſche Mode, und ich kann ihn, wie Sie ſehen, kaum an meinen kleinen Finger( ſtecken.

Und er zog den Ring ab und reichte ihn Madame 3 Dubarry.

Es war ein herrlicher Diamant, der, ſo wunderbar ſe war ſein Waſſer, ſo geſchickt ſein Schnitt, dreißig⸗ bis a vierzigtauſend Franken werth ſein mochte.

Der Diamant machte die Runde um die Tafel und kam zu Caglioſtro zurück, der ihn ruhig wieder an ſeinen n Finger ſteckte. de

Ah! ich ſehe es wohl, rief er,Sie ſind un⸗ n. gläubig; unſelige Ungläubigkeit, die ich mein ganzes w Leben zu bekämpfen hatte! Philipp von Valois wollte mir nicht glauben, als ich ihm ſagte, er möge Eduard einen Rückzug öffnen; Cleopatra wollte mir nicht vo glauben, als ich ihr ſagte, Antonius würde geſchlagen w. werden. Die Trojaner wollten mir nicht glauben, als no ich ihnen in Beziehung auf das hölzerne Pferd ſagte: Caſſandra iſt inſpirirt! höret auf Caſſandra

Oh! das iſt wunderbar! rief Madame Dubarry, ſie die ſich vor Lachen krümmte,ich habe in der That H noch nie einen zugleich ſo ernſten und ſo beluſtigenden Mann geſehen, wie Sie. 4

Ich verſichere Sie, ſagte Caglioſtro, ſich verbeu⸗ gend,Jonathan war noch viel beluſtigender, als ich. Ohl der herrliche Geſelle! Als er von Saul genödtet wurde, wäre ich auch beinahe darüber verrückt ge⸗

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