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„Ah! ah!“ rief Madame Dubarry,„ah! Sie haben Philipp von Valois gekannt?“
„Madame, ich hatte die Ehre, einer von den fünf Herren zu ſein, die ſeine Escorte bildeten, als er das Schlachtfeld verließ. Ich kam nach Frankreich mit dem armen alten König von Böhmen, der blind war und ſich in dem Augenblick tödten ließ, wo man ihm ſagte, Alles ſei verloren.“
„Oh! mein Gott, mein Herr!“ ſagte Laperouſe, „Sie können nicht glauben, wie ſehr ich es bedaure, daß Sie nicht, ſtatt der Schlacht bei Crécy beizuwohnen, der Schlacht von Actium beigewohnt haben.“
„Und warum dieß, mein Herr?“
„Ah! weil Sie mir hätten einzelne nautiſche Umſtände mittheilen können, die mir trotz der ſchönen Erzählung von Plutarch ſtets dunkel geblieben ſind.“
„Welche Umſtände meinen Sie? es würde mich ſehr glücklich machen, wenn ich Ihnen von einigem Nutzen ſein könnte.“
„Sie waren alſo dabei?“
„Nein, ich war damals in Aegypten. Die Königin Cleopatra hatte mich beauftragt, die Bibliothek in Alerandria wieder herzuſtellen, eine Sache, die ich mehr, als irgend ein Anderer auszuführen im Stande war, da ich die beſten Schriftſteller des Alterthums perſönlich gekannt hatte.“
„Und Sie haben die Königin Cleopatra geſehen, Herr von Caglioſtro?“ rief Madame Dubarry.
„Wie ich Sie ſehe, Madame.“
„War ſtie ſo hübſch, als man ſagt?“
„Frau Gräfin, Sie wiſſen, die Schönheit iſt etwas Relatives. Eine reizende Königin in Aegypten, hätte Cleopatra in Paris nur eine liebenswürdige Griſette ſein können.“
„Sprechen Sie nicht ſchlimm von den Griſetten, Herr Graf.“—
„Gott behüte mich.“
Das Halsband der Koͤnigin. 2
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