Jahr 1664 Montecuculi über die Türken davon trug.“
„Ja, ich, und zwar am Tage des Sieges, den im
Dieſe Worte, welche Caglioſtro mit einem unſtör⸗ baren Ernſt ausgeſprochen hatte, wurden mit einem ungeheuren Gelächter aufgenommen.
„Nach dieſer Rechnung ſind Sie ſo etwa hundert⸗ unddreißig Jahre alt,“ ſagte Madame Dubarry,„denn ſie mußten doch wohl zehn Jahre alt ſein, als ſie dieſen guten Wein in ſeine dicke Flaſche füllten.“
„Ich zählte mehr, als zehn Jahre, als ich dieſe Operation vornahm, Madame, denn zwei Tage nachher erhielt ich von Sr. Maj., dem Kaiſer von Oeſterreich, den ehrenvollen Auftrag, Montecuculi Glück zu wün⸗ ſchen, der durch den Sieg bei St. Gotthard den Tag von Eſpek in Slavonien gerächt hatte, wo die Ungläu⸗ bigen die Kaiſerlichen, meine Freunde und meine Waffen⸗ gefährten von 1536, ſo gewaltig ſchlugen.“
„Ei!“ ſagte der Graf von Haga, ebenſo kalt, als es Caglioſtro that,„der Herr war damals mindeſtens zehn Jahre alt, da er dieſer merkwürdigen Schlacht perſönlich beiwohnte.“
„Eine furchtbare Niederlage, Herr Graf!“ erwie⸗ derte Caglioſtro mit einer Verbeugung.—
„Minder grauſam jedoch, als die Niederlage bei Crécy,“ entgegnete Condorcet lächelnd.
„s iſt wahr, mein Herr,“ ſprach Caglioſtro, ebenfalls lachelnd,„die Niederlage bei Crécy war etwas Schreckliches in der Hinſicht, daß es nicht allein eine Armee war, die geſchlagen wurde, ſondern Frankreich. Wir müſſen indeſſen zugeben, daß dieſe Niederlage kein
ganz redlicher Sieg von Seiten Englands war. König
Eduard hatte Kanonen, ein Philipp von Valois völlig unbekannter Umſtand, oder vielmehr ein Umſtand, an den Philipp von Valois nicht glauben wollte, obſchon ich ihn darauf aufmerkſam machte, obſchon ich ihm ſagte, ich habe mit meinen eigenen Augen die vier Feldſtücke geſehen, welche Eduard von den Venetianerg
gekauft.“
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