Teil eines Werkes 
Die schwarze Tulpe / von Alexander Dumas ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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3Er bitlet inſtändig, daß man ihm erlaube, hier einen Augenblick zu halten.

Um die ſchwarze Tulpe zu ſehen, gnädigſter Herr, rief van Baerle, die Hände faltend,und nachdem ich

ſie geſehen, und wenn ich erfahren habe, was ich wiſſen

muß, werde ich ſterben, wenn es ſein ſoll, doch ich werde ſterbend Eure barmherzige Hoheit ſegnen, ich werde Euch ſegnen, der Ihr der Vermittler zwiſchen der Gottheit und mir, Euch, der geſtatten wird, daß mein Werk ſein Ende und ſeine Verherrlichung ge⸗ habt hat.

Sie boten in der That ein ſeltſames Schauſpiel, dieſe zwei Männer, jeder an ſeinem Wagenſchlag, umgeben von ihren Wachen; der Eine allmächtig, der Andere elend; der Eine im Begriff, ſeinen Thron zu beſteigen, der Andere, wie er glaubte, im Begriff, das Schaffot zu beſteigen. 3

Wilhelm hatte Cornelius kalt angeſchaut und ſeine heftige Bitte gehört.

Dann wandte er ſich an den Officier und ſagte: Dieſer Menſch iſt der rebelliſche Gefangene, der ſeinen Kerkermeiſter in Lövenſtein hat umbringen

een. 3

Cornelius ſtieß einen Seufzer aus und neigte das Haupt. Sein ſanftes, ehrliches Geſicht erröthete und erbleichte zugleich. Dieſe Worte des allmächtigen, all⸗ wiſſenden Fürſten, dieſe göttliche Unfehlbarkeit, welche,

durch einen geheimen und den übrigen Menſchen un⸗

ſichtbaren Boten, ſein Verbrechen ſchon wußte, weiſſagte ihm nicht nur eine ſichere Strafe, ſondern auch eine Weigerung.

Er verſuchte es nicht, zu kämpfen, er verſuchte es nicht, ſich zu vertheidigen; er bot dem Prinzen da rührende Schauſpiel einer ſehr naiven und, für ein ſo großes Herz, für einen ſo großen Geiſt, wie der des Mannes, welcher es betrachtete, ſehr verſtändlichen Verzweiflung.

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