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„Von welchen Blumen feiert man heute das Feſt, mein Herr?“
„Von den Tulpen.“
„Von den Tulpen!“ rief van Baerle;„es iſt heute das Tulpenfeſt?“
„Ja, Herr; doch da Euch dieſes Schauſpiel unan⸗ genehm iſt, ſo wollen wir weiter fahren.“
Hienach ſchickte ſich der Officier an, den Befehl zu geben, weiter zu fahren. 3
Aber Cornelius hielt ihn zurück; ein ſchmerzlicher Zweifel hatte ſich in ſeinem Geiſte erhoben.
„Mein Herr,“ fragte er mit zitternder Stimme, „ſollte man heute den Preis ertheilen?“
„Den Preis für die ſchwarze Tulpe, ja.“
Die Wangen von Cornelius färbten ſich purpur⸗ roth, ein Schauer durchlief ſeinen ganzen Leib, der Schweiß perlte auf ſeiner Stirne.
Dann bedachte er, daß, da er und ſeine Tulpe fehlten, das Feſt ohne Zweifel in Ermangelung eines zu krönenden Menſchen und einer zu krönenden Blume ſcheitern würde, und ſprach:
„Ach! alle dieſe braven Leute werden ſo unglück⸗ lich ſein, als ich, denn ſie werden die große Feierlich⸗ keit, zu der ſie geladen ſind, nicht ſehen, oder wenigſtens nur unvollkommen ſehen.“
„Was wollt Ihr damit ſagen, mein Herr 2
„Ich will damit ſagen, daß nie, ausgenommen durch Einen, den ich kenne, die ſchwarze Tulpe ge⸗ funden werden wird,“ antwortete van Baerle, indem er ſich in den Wagen zurückwarf.
„Dann hat ſie dieſer Eine, den Ihr kennt, ge⸗ funden,“ ſagte der Officier;„denn was in dieſem Augenblick ganz Harlem betrachtet, iſt die Blume, die Ihr für unfindbar haltet.“ 3
„Die ſchwarze Tulpe!“ rief van Baerle, während er mit dem halben Leib zum Kutſchenſchlag hinaus⸗ fuhr.„Wo dies? wo dies?“
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