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düſteren Herzens zu einem Schlaf, der dem Tode glich, entſchlummerte Milde zu wecken ſchienen.
„Ahl ich begreife.“
Roſa lächelte die Hände faltend.
„Ihr hofft auf mich 2“ ſagte der Prinz.
„Ja, gnädigſter Herr.“
„Hm!“
Der Prinz ſiegelte den Brief, den er geſchrieben hatte, und rief einen ſeiner Officiere.
„Herr van Deken,“ ſagte er,„bringt dieſe Bot⸗ ſchaft nach Lövenſtein; Ihr werdet die Befehle leſen, die ich dem Gouverneur gebe, und ſie in dem, was Euch betrifft, vollziehen.“
Der Officier verbeugte ſich, und man hörte unter dem ſonoren Gewölbe des Hauſes den Galopp eines Pferdes ſchallen.
„Meine Tochter,“ fuhr der Prinz fort,„es iſt am Sonntag das Tulpenfeſt, und Sonntag iſt übermorgen. Macht Euch ſchön mit dieſen fuͤnfhundert Gulden; denn dieſer Tag ſoll ein großer Feſttag für Euch ſein.“
„Wie beliebt Eurer Hoheit, daß ich mich kleide?“ fragte mit ſchwacher Stimme Roſa..
„Nehmt die Tracht der frieſiſchen Ehefrauen, ſie wird Euch gut ſtehen,“ antwortete Wilhelm.
XXX. Harlem.
Harlem, wohin wir vor drei Tagen mit Roſa ge⸗ kommen und wo wir ſo eben abermals im Gefolge des Gefangenen eingetroffen ſind, iſt eine hübſche Stadt, die ſich mit Recht etwas darauf zu gut thut, daß ſe einer von den am meiſten beſchatteten Orten Hollands iſt.


