ſeine Stirne faltete ſich, ſeine Lider ſenkten ſich ſo, daß 4
er beſonders Einen mißhandelt 2“
Wilhelm auf, ihre Augen waren v dringenden Verſtand belebt, daß ſie die im Grunde dieſes
260 „Mein Vater mißhandelt die Gefangenen.“ „Alle?“
„Alle.“ „Macht Ihr es ihm aber nicht zum Vorwurf, daß
„Mein Vater mißhandelt beſonders Herrn van Baerle, der...“
„Der Euer Liebhaber iſt.“
Roſa machte einen Schritt rückwärts.
f Te ich liebe, gnädigſter Herr,“ antwortete ir ſtolz.
„Seit wann?“ 5
„Seit dem Tag, wo ich ihn geſehen.“
„Und Ihr habt ihn geſehen?“
„Am andern Tag, nachdem der Herr Großpenſio⸗ när Johann und ſein Bruder Cornelius ſo gräßlich ge⸗ tödtet worden waren.“
Die Lippen des Prinzen preßten ſich aneinander,
ſie ein paar Secunden ſeine Augen verbargen. Nach kurzem Stillſchweigen fuhr er jedoch fort:
„Wozu nützt es Euch, einen Mann zu lieben, der im Gefängniß zu leben und zu ſterben beſtimmt iſt?“ 4
„Das wird mir dazu nützen, gnädigſter Herr, das ich ihm, wenn er im Gefängniß lebt und ſtirbt, leben und ſterben helfen werde.“
„Und Ihr würdet es annehmen, die Frau eines Gefangenen zu ſein?“
„Als Frau von Herrn van Baerle wäre ich das lzeſte und glücklichſte Geſchöpf; aber 19“ Was, aber?“*
„Es liegt ein Gefühl der Hoffnung in Eurem Ton; was hofft Ihr?“.
Sie ſchlug ihre ſchönen durchſchtigen Augen zu
n einem ſo durch⸗
2—ͤ——
„ Ich wage nicht, es zu ſagen, gnädigſter Herr.“ 3


