259 „Gnädigſter Herr,“ ſagte ſie ſtille ſtehend. „Es iſt gut,“ erwiederte der Prinz.„Setzt Euch.“ Roſa gehorchte, denn der Prinz ſchaute ſie an. Doch kaum hatte der Prinz die Augen wieder auf das Papier gerichtet, als ſie ſich ganz ſchamvoll zurückzog. Der Prinz vollendete ſeinen Brief. Mitllerweile war der Windhund Roſa entgegen⸗ gegangen und hatte ſie von allen Seiten betrachtet und
ihr geſchmeichelt.
„Ah! ah! ſagte der Prinz zu ſeinem Hund.„Man
ſieht wohl, daß es eine Landsmännin iſt; du erkennſt ſte.“ Dann wandte er ſich gegen Roſa, heftete auf ſie
ſeinen zugleich forſchenden und verſchleierten Blick und
ſagte: „Nun, meine Tochter...“— Der Prinz war kaum dreiundzwanzig Jahre alt, Roſa achtzehn bis zwanzig; er hätte beſſer„meine Schweſter“ geſagt. „Meine Tochter,“ ſprach er mit dem ſeltſam ein⸗ drucksvollen Ton, der Alle, die ſich ihm näherten, er⸗ ir ſind hier allein, plaudern wir.“
ſtarren machte,„w an, an allen Gliedern zu zittern, und
Roſa fing doch lag nur Wohlwollendes in dem Geſichte des
Prinzen.
„Gnädigſter Herr,“ ſtammelte ſie.
Ihr habt einen Vater in Lövenſtein?“
Ja, gnädigſter Herr.“
„Ior liebt ihn nicht?“
„ ‚Ich liebe ihn wenigſtens nicht, gnädigſter Herr,
wie eine Tochter lieben unlſte.,— Vater nicht zu lieben, mein
„Es iſt ſchlimm, ſeinen Kind, aber es iſt gut, ſeinen Fürſten nicht zu belügen.“
Roſa ſchlug die Augen nieder. bt Ihr Euren Vater
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3„Und aus welchem Grunde lie nicht?“. 3 „Mein Vater iſt boshaft.“
„Auf welche Art offenbart ſich ſeine Hrsheitt
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