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„Das dürfte wohl ſein, da die Verräther zur Verbannung verurtheilt ſind,“ antwortete Tilly.
„Aber wer hat Euch dieſen Befehl gegeben?“
„Die Generalſtaaten, bei Gott!“—
„Die Generalſtaaten verrathen.“
„Was das betrifft, ich weiß es nicht.“
„Und Ihr verrathet ſelbſt.“
„Ich
„Ja, Ihr.“.
„Ah! verſtändigen wir uns, meine Herren Bür⸗ ger; wen ſollte ich verrathen? die Generalſtaaten? Ich kann ſie nicht verrathen, da ich in ihrem Solde bin und ihre Befehle pünktlich vollziehe.“
Und hienach, da der Graf ſo ſehr Recht hatte, daß man ſeine Antwort unmöglich beſtreiten konnte, verdoppelten ſich Schreie und Drohungen; furchtbare Schreie und Drohungen, die der Graf mit aller Ar⸗
tigkeit erwiederte. „Aber, meine Herren Bürger, ich bitte, Bann doch Eure Musketen ab, es könnte eine durch Zufall los⸗
gehen, und wenn der Schuß einen von meinen Leuten träfe, ſo würden wir Euch zweihundert Mann nieder⸗ ſtrecken, was uns ſehr leid thäte, Euch aber noch mehr, inſofern das weder in Euren, noch in meinen Abſich⸗ ten liegt.“
„Thätet Ihr das,“ riefen die Bürger,„ſo würden wir unſererſeits auf Euch feuern.“
„Ja, doch wenn Ihr, auf uns feuernd, uns Alle, vom Erſten bis zum Letzten tödten würdet, ſo wären diejenigen, welche wir getödtet, darum nicht minder todt.“
„Tretet uns alſo den Platz ab, und Ihr werdet als gute Bürger handeln.“
„inmal bin ich kein Bürger,“ entgegnete Tilly, „ich bin Officier, was ein großer Unterſchied iſt; und dann bin ich kein Holländer, ſondern ein Franzoſe, was ein noch viel größerer Unterſchied iſt. Ich kenne nur die Generalſtaaten, die mich bezahlen; bringt mir von
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