Teil eines Werkes 
Die schwarze Tulpe / von Alexander Dumas ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Tod drohte, weigerte er ſich, die Urkunde zu unter⸗ zeichnen, welche die Stadhouderſchaft wieder herſtellte. Auf das dringliche Zureden ſeiner in Thränen zerfließenden Frau unterzeichnete er endlich, fügte jedoch ſeinem Namen die zwei Buchſtaben V. C. bei, was bedeutete, Vi Coactus, durch die Gewalt gezwungen. Was Johann de Witt betrifft, ſo war es ihm kaum erſprießlicher, daß er raſcher und leichter dem Willen ſeiner Mitbürger beigetreten. Nach einigen Tagen wurde er das Opfer eines Mordverſuchs. Von Meſſeerſtichen durchbohrt, ſtarb er indeſſen nicht an ſeinen Wunden.. Das war es nicht, was die Orangiſten brauchten.

Das Leben der zwei Brüder war ein ewiges Hinderniß

für ihre Pläne; ſie änderten daher für den Augenblick ihre Politik, entſchloſſen, am gegebenen Zeitpunkt der zweiten durch die erſte die Krone aufzuſetzen, und ver⸗ ſuchten es, mit Hilfe der Verleumdung das zu vollbrin⸗ zen, was ſie durch den Dolch nicht hatten ausführen önnen.

Es iſt ſelten, daß im gegebenen Augenblick ſich unter Gottes Hand ein großer Mann findet, um eine große Handlung zu vollbringen, und darum ſchreibt die Geſchichte, wenn zufällig dieſe providentielle Com⸗ bination eintritt, auf der Stelle in ihr Buch den Namen dieſes auserwählten Mannes ein und empfiehlt ihn zur Bewunderung der Nachwelt.

Miſcht ſich aber der Teufel in die menſchlichen Angelegenheiten, um eine Exiſtenz zu Grunde zu richten oder eine Herrſchaft zu ſtürzen, ſo kommt es ſehr ſelten vor, daß ſich nicht in ſeinem Bereiche ein Elender findet, dem man nur ein Wort in's Ohr zu flüſtern braucht, daß er ſich auf der Stelle an die Arbeit macht.

Der Elende, der ſich bei dieſer Veranlaſſung völlig aufgeſtellt fand, um das Werkzeug des ſchlimmen Geiſtes zu ſein, hieß, wie wir ſchon geſagt zu haben glauben, Tyckelaer und war ſeines Handwerks ein Wundarzt.