Er erklärte, an der Aufhebung des ewigen Ediets verzweifelnd und von Haß entflammt gegen Wilhelm von Oranien, habe Cornelius de Witt einem Mör⸗ der den Auftrag gegeben, die Republik vom neuen Stadhouder zu befreien, und dieſer Mörder ſei er, Tyckelaer, der, von Gewiſſensbiſſen gemartet, ſchon bei dem Gedanken an die Handlung, die man von ihm verlangt, lieber das Verbrechen offenbaren, als es be⸗ gehen wolle.
Man denke ſich nun den Ausbruch unter den Orangi⸗ ſten bei der Nachricht von dieſem Complot. Der Fiscal⸗ anwalt ließ Cornelius in ſeinem Hauſe am 16. Auguſt 1672 verhaften; der edle Bruder von Johann de Witt hatte im Saale des Buitenhofes die vorläufige Folter auszuſtehen, die ihm, wie dem gemeinſten Verbrecher, das Geſtändniß ſeines angeblichen Complots gegen Wilhelm entreißen ſollte..
Doch Cornelius war nicht nur ein großer Geiſt, ſondern auch ein großes Herz. Er gehörte zu jener Familie von Märtyrern, welche, den politiſchen Glau⸗ ben beſitzend, wie ihre Voreltern den religiöſen Glau⸗ ben beſaßen, bei den Qualen lächeln, und während der Folter ſprach er mit feſter Stimme die Verſe nach ihrem Maß ſeandirend die erſte Strophe des Justum et tenacem von Horaz, geſtand nichts und ermüdete nicht nur die Kraft, ſondern auch den Fanatismus ſeiner Henker.
Die Richter ſprachen nichtsdeſtoweniger Tyckelaer von jeder Anklage frei, fällten nichtsdeſtoweniger gegen Cornetius ein Urtheil, das ihn aller ſeiner Aemter und Würden entſetzte, verdammten ihn zu den Gerichts⸗ koſten und verbannten ihn für immer vom Gebiete der Republik..
Es war ſchon etwas für die Befriedigung des Volks, deſſen Intereſſen ſich Cornelius de Witt be⸗ ſtändig geweiht hatte, dieſes Urtheil, gefällt nicht nur


