gegenſeitig erklärt. Was wir vorhergeſehen hatten, er⸗ wies ſich als wahr: es waltete ein Irrthum ob. Herr von Mazarin war der Meinung geweſen, wir hätten dem General Cromwell gedient, ſtatt König Karl zu dienen, was eine Schande geweſen wäre, die ſich von uns auf ihn, von ihm auf Eure Majeſtät übertragen hätte, eine Niederträchtigkeit, welche das Königthum Eures erhabenen Sohnes an ſeinem Stamme beſleckt haben würde. Wir haben ihm aber nun den Beweis vom Gegentheil gegeben und⸗ ſind bereit, denſelben auch Eurer Majeſtät ſelbſt zu liefern, uns auf die hohe Wittwe berufend, welche in dieſem Louvre weint, wo ihr Euere königliche Großmuth eine Wohnung gönnt. Dieſer Beweis befriedigte ihn dergeſtalt, daß er mich zum Zeichen ſeiner Zufriedenheit, wie Euere Majeſtät ſieht, hiehergeſchickt hat, um mit Euch über die Entſchädigung zu ſprechen, die man natürlicher Weiſe Edelleuten ſchuldig iſt, welche ſchlecht beurtheilt und mit Unrecht verfolgt worden ſind.“
„Ich höre und bewundere Euch, mein Herr,“ er⸗ wiederte Anna von Oeſterreich.„In der That, ich habe ſelten ein ſolches Uebermaß von Unverſchämtheit
geſehen.“ „Ahl nun täuſcht ſich Eure Majeſtät ebenfalls über
unſere Abſichten, wie dies bei Herrn von Mazarin der Fall geweſen iſt,“ ſprach d'Artagnan.
„Ihr ſeid in einem Irrthum befangen, mein Herr,“
entgegnete die Königin;„ich täuſche mich ſo wenig, daß Ihr in zehn Minuten Lerhaftet ſeid, und daß ich in einer Stunde aufbreche, um meinen Miniſter an der Spitze meines Heeres zu befreien.“
„ Ich bin feſt überzeugt, daß Euere Majeſtät keine ſolche Unklugheit begehen wird,“ ſagte d'Artagnan, „einmal, weil ſie vergeblich wäre, und dann, weil ſie die ernſteſten Folgen herbeiführen müßte. Ehe er befreit würde, wäre der Herr Cardinal todt, und Seine
Eminenz iſt von der Wahrheit deſſen, was ich ſage,
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