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König abermals durch eine Geberde Stillſchweigen em⸗ pfehlend,„denkt nur an Euch, Euere Freunde nahen. Was wir thun werden, weiß ich noch nicht; aber vier entſchloſene Männer ſind viel zu thun im Stande. Schließt indeſſen das Auge nicht, erſtaunt über nichts, ſeid auf Alles gefaßt.“
Karl ſchüttelte den Kopf und erwiederte:
„Freund, wißt Ihr, daß Ihr keine Zeit zu verlieren habt, daß Ihr Euch beeilen müßt, wenn Ihr handeln wollt? Wißt Ihr, daß ich morgen um zehn Uhr ſterben ſoll?“
„Sire, es wird bis dahin Etwas vorfallen, was eine Hinrichtung unmöglich macht.“
Der König ſchaute Aramis erſtaunt an.
In demſelben Augenblick vernahm man unter dem Fenſter des Königs ein ſeltſames Geräuſch; wie das eines Holzwagens, welcher abgeladen wird.
„Hört Ihr?“ ſprach der König. Auf dieſes Ge⸗ räuſch folgte ein Schrei des Schmerzes.
„Ein Schrei... ich weiß nicht, wer ihn ausſtoßen konnte, aber das Geräuſch will ich Euch deuten,“ ſagte der König.„Wißt Ihr, daß ich vor dieſem Fenſter hin⸗ gerichtet werden ſoll?“ fügte er, die Hand nach dem dü⸗ ſtern, öden, nur von Soldaten und Schildwachen beſetzten Platze ausſtreckend, bei.
„Ja, Sire, ich weiß es.“
„Nun, das Holz, welches man bringt, beſteht aus den Balken und Brettern, aus denen mein Schaffot errich⸗ tet werden ſoll. Es wird ſich ein Arbeiter beim Abladen verwundet haben.“
Aramis bebte unwillkürlich.
„Ihr ſeht, daß Ihr vergeblich auf Eurem Willen beharrt,“ ſprach Karl;„ich bin verurtheilt, laßt mich meinen Tod erleiden.“
„Sire,“ antwortete Aramis, ſeine einen Augenblick geſtörte Ruhe wieder gewinnend,„ſie mögen ein Schaffot errichten, aber ſie können keinen Henker finden.⸗.


