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komme, muß ich dieſes Mittel Herrn von Mazarin und dem Herrn Coadjutor mittheilen. Der Eine wird im Namen des Hofes, der Andere im Namen des Volkes reuigen, und ſo wird es gar kein Parlament mehr eben.“ 3„Wer iſt der Oberſte Pridge?“ fragte Aramis,„wie hat er es gemacht, um das Parlament zu reinigen?“ „Der Oberſte Pridge,“ antwortete der Spanier, „iſt ein ehemaliger Kärrner, ein Mann von viel Geiſt, der ſeinen Karren führend Eines wahrnahm, nämlich: daß es, wenn ſich ein Stein auf ſeinem Wege fand, viel kürzer war, den Stein wegzunehmen, als es zu verſuchen, das Rad darüber gehen zu laſſen. V zwe hundert ein und fünfzig Mitgliedern, aus den n das Parlament beſtand, waren ihm nun hundert und ein und achtzig hinderlich und hätten können ſeinen poli⸗ tiſchen Karren umwerfen. Er nahm ſie, wie früher die Steine, und warf ſie aus der Kammer.“ „Hübſch,“ ſagte d'Artagnan, der vor Allem ein Menſch von Witz war und den Witz auch überall hoch⸗ ſchätzte, wo er ihn fand. „Und alle dieſe Ausgetriebenen waren Stuartiſten?“ fragte Athos. „Allerdings, Sennor; Ihr begreift, daß ſie den König gerettet hätten.“ „Bei Gott,“ ſprach Porthos mit großartigem Tone, „ſie bildeten die Majorität.“ „Und Ihr denkt, er werde ſich herablaſſen, vor einem ſolchen Parlamente zu erſcheinen?“ ſagte Aramis. „Er wird wohl müſſen,“ erwiederte der Spanier; „verſuchte er Widerſtand, ſo würde ihn das Volk zwingen.“ „Ich danke, Meiſter Perez,“ ſprach Athos,„ich bin nun hinreichend unterrichtet.“ „Glaubt Ihr endlich, daß es eine verlorene Sache iſt,“ ſagte d'Artagnan,„und daß wir mit den Harri⸗
ſon, den Joyce, den Pridge und Cromwell nie uns
meſſen können?“


