Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
Einzelbild herunterladen

————& n*

„

25

„verläßt man ſeine alten Freunde auf eine ſo ceremo⸗

niöſe Weiſe?“

„Ah,“ murmelte Athos, ihr die Hand küſſend, „wenn ich früher gewußt hätte, Marie Michon wäre ein ſo reizendes Geſchöpf...“

Und er entfernte ſich ſeufzend. 4

I. Der Abbé Scarron.

Es gab in der Rue des Tournelles eine Wohnung, welche alle Sänftenträger und alle Lackeien von Paris kannten, und dennoch war dieſe Wohnung weder die eines vornehmen Herrn, noch die eines Finanzmannes. Man ſpeiſte daſelbſt nicht, man ſpielte nicht, und man tanzte wohl auch nicht.

Dennoch war es der Sammelplatz der ſchönen Welt, und ganz Paris begab ſich dahin.

Dieſe Wohnung war die des kleinen Scarron.

Man lachte ſo viel bei dieſem witzigen Scarron, man gab ſo viele Neuigkeiten zum Beſten, dieſe Neuig⸗ keiten waren ſo ſchnell commentirt, zerriſſen und in Mährchen oder Epigramme verwandelt, daß Jedermann eine Stunde bei dem kleinen Scarron zubringen, was er ſagte, hören, und was er geſagt hatte, anderswohin verbreiten wollte. Viele brannten vor Begierde, ihren Witz dort anzubringen; war er gut, ſo konnten ſie ſich auf eine freundliche Aufnahme gefaßt machen.

Der kleine Abbé Scarron, welcher übrigens nicht Abbs war, weil er eine geiſtliche Pfründe beſaß, und

Zwanzig Jahre nachher. II. 3