* 24 zu zärtlich liebt, um nicht ſogleich für ſie Alles zu thun, was ſie von ihm verlangen wird.“
„Nun wohl, das geht vortrefflich,“ ſprach der Graf;„nur nehme ich mir die Freiheit, Euch den größ⸗ ten Eifer anzuempfehlen. Ich habe Gründe, zu wün⸗
ſchen, daß der Vicomte morgen Abend nicht mehr in Paris ſei.“
„Soll man wiſſen, daß Ihr Euch für ihn intereſ⸗ ſirt, Herr Graf?“.
„Es wäre vielleicht beſſer für ſeine Zukunft, wenn man gar nicht wüßte, daß er mich je gekannt hat.“
„Ohl Herr,“ rief der Jüngling.
„Ihr wißt, Bragelonne,“ ſprach der Graf,„daß ich nie etwas ohne Grund thue.“
„Ja,“ antwortete der Jüngling,„ich weiß, daß die höchſte Weisheit in Euch herrſcht, und werde Euch gehorchen, wie ich dies gewohnt bin.“.
„Nun wohl, Graf, überlaßt ihn mir,“ ſagte die Herzogin;„ich will Befehl geben, daß man den Prin⸗ zen von Marftllac aufſucht, der glücklicher Weiſe in dieſem Augenblick in Paris iſt, und ich gehe nicht eher von ihm, als bis die Angelegenheit zu Ende gebracht iſt.“
„Schön ſo, Frau Herzogin, tauſend Dank. Ich habe ſelbſt heute mehrere Gänge zu machen, und bei meiner Rückkehr, das heißt, gegen ſechs Uhr Abends, erwarte ich ihn im Hotel.
„Was macht Ihr dieſen Abend?“
„Wir gehen zu dem Abbé Scarron, an welchen ich einen Brief habe, und bei welchem ich einen von meinen Freunden finden ſoll.“
„Das iſt gut,“ ſagte die Herzogin von Chevreuſe,
„ich werde ſelbſt einen Augenblick dahin kommen; ver⸗
laßt alſo ſeinen Salon nicht eher, als bis Ihr mich
geſehen habt.“ 5 Athos verbeugte ſich vor Frau von Chevreuſe und ſchickte ſich an, wegzugehen.
„Wie, Herr Graf,“ ſagte die Herzogin lachend, 4. 4
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