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Hand zu erhalten, kehrten die Leute von Verſailles eben⸗ falls in ihre Wohnungen zurück.
Man ſah in der Stadt nur noch die Patrouillen der Schaarwache, die ihre Pflichten ein wenig ſchlaffer als ge⸗ wöhnlich verrichteten, und dieſe rieſige Welt, die man den Palaſt von Verſailles nennt, begrub ſich nach und nach in Nacht und in Stillſchweigen.
An der Ecke der mit Bäumen beſetzten Straße, welche dem Palaſt gegenüberliegt, ſaß auf einer ſteinernen Bank und unter dem ſchon üppigen, dichten Blätterwerk der Kaſtanienbäume an dieſem Abend ein Mann von vorgerücktem Alter, das Geſicht gegen das Schloß gewendet, wobei ein Stock ſeinen beiden Händen als Stütze diente, während er ſeuue nachdenkenden, poetiſchen Kopf auf ſeine Hände
ützte.
Es war ein gebeugter Greis von kränklichem Aus⸗ ſehen, deſſen Auge jedoch noch eine Flamme ſchleuderte, und deſſen Geiſt noch glühender loderte, als ſeine Augen.
Er hatte ſich ſo ſehr in ſeine Betrachtung, in ſeine Seufzer vertieft, daß er am Ende des Platzes einen an⸗ dern Mann nicht ſah, der, nachdem er neugierig nach den Gittern geſchaut und die Gardes⸗du⸗corps befragt hatte, ſchräge über die Eſplanade ſchritt und gerade auf die Bank zuging, mit der Abſicht, darauf zu ruhen.
Der Andere war ein junger Mann mit hervorſprin⸗ genden Backenknochen, eingedrückter Stirne, mit einer Adler⸗ naſe und höhniſchem Lächeln. Während er auf die Bank zuging, gab er, obgleich allein, ein Hohngelächter von ſich, das wohl das Echo zu einem geheimen Gedanken bildete.
Drei Schritte von der Bank erblickte er den Greis und trat ein wenig beiſeit, während er ihn mit ſeinem verdächtigen Lachen zu recognosciren ſuchte; nur mochte er befürchten, man könnte ſeinem Blick eine Deutung geben, 8— er näherte ſich mit einer ungeſtümen Bewegung und ragte:


