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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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das Kind zurück. Willſt Du mehr?... Willſt Du, daß ich den gerechten Widerwillen von Andrée zu beſiegen ſuche, daß ich für Dich vermittle? Nun!... ich werde es thun ... gib mir das Kind zurück... Noch ein Wort... Andrée liebt wahnſinnig ihren Sohn... Deinen Sohn... ſie wird ſich durch Deine Reue rühren laſſen, ich verſpreche, ich geobe es Dir; doch gib das Kind zurück, Gilbert, gib es zurück.

Gilbert kreuzte ſeine Arme, heftete einen Blick voll düſteren Feuers auf Philipp und ſprach: Sie haben mir nicht geglaubt, ich glaube Ihnen nicht; nicht als wären Sie nicht ein ehrlicher Mann, ſon⸗ dern weil ich den Abgrund der Kaſtenvorurtheile erforſcht habe. Es iſt keine Rückkehr, keine Verzeihung mehr moͤg⸗ lich. Wir find Todfeinde... Sie ſind der Stärkere, ſeien Sie Sieger... Ich verlange Ihre Waffe nicht, verlangen Sie nicht die meinige...

Du geſtehſt alſo, daß es eine Waffe iſt?

Gegen die Verachtung, ja; gegen die Undankbar⸗ keit, ja; gegen die Beleidigung, ja!

Ich frage Dich noch einmal, Gilbert, willſt Du! rief Philind. Schaum auf dem Mund..

Nein. Nimm Dich in Acht. N i 44

Nein.

Ich will Dich nicht ermorden: es ſoll Dir die Mög⸗ lichkeit gegeben ſein, den Bruder von Andrée zu tödten. Ein Verbrechen mehr!... Ah! ah! das iſt verlockend. Nimm dieſe Piſtole; hier iſt eine andere; zählen wir jeder bis drei und ſchießen wir!

Und er warf eine Piſtole zu den Füßen von Gilbert.

Der junge Mann blieb unbeweglich und erwiederte: Ein Duell iſt gerade das, was ich ausſchlage.

Du willſt lieber, daß ich Dich tödte! rief Philipp,

wahnſinnig vor Wuth und Verzweiflung. Ich will lieber von Ihnen getödtet werden.

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