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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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götternden Dienern, werden Sie denjenigen vergeſſen, den Ihre königliche Hand huldvoll über die Menge erhoben hatte; ich werde Sie nie vergeſſen; ich gehe in eine neue Welt? um die Mittel zu ſtudiren, Ihnen wirkſamer auf Ihrem Thron zu dienen. Ich vermache Ihnen meine Schweſter, eine arme, verlaſſene Blume, welche keine an⸗ dere Sonne mehr haben wird, als Ihren Blick. Haben Sie die Gnade, ſich zuweilen bis zu ihr herabzulaſſen, und im Schooße Ihrer Freude, Ihrer Allmacht, im Zuſammen⸗ klang einſtimmiger Wünſche, zählen Sie, ich beſchwöre Sie, den Segen eines Verbannten, den Sie nicht hören werden, und der Sie vielleicht nie mehr ſieht.

Nachdem er bis zu Ende geleſen, ſchnürte ſich das Herz von Philipp zuſammen. Das ſchwermüthige Geräuſch des ächzenden Schiffes, das Toſen der Wellen, die ſich aufſpringend an den Lichtpforten brachen, bildeten eine Geſammtheit, welche lachendere Phantaſien verdüſtert hätte.

Die Nacht ging lang und ſchmerzlich für den jungen Mann hin. Ein Beſuch, den ihm am Morgen der Ka⸗ pitän machte, verſetzte ihn nicht in eine befriedigende gei⸗ ſtige Lage. Dieſer Officier erklärte ihm, die meiſten Paſ⸗ ſagiere fürchten das Meer und bleiben in ihrem Zimmer, die Ueberfahrt verſpreche kurz zu ſein, aber unangenehm wegen der Heftigkeit des Windes..

Philipp nahm von nun an die Gewohnheit an, mit dem Kapitän zu Mittag zu ſpeiſen, ſich ſein Frühſtück ins Zimmer bringen zu laſſen, und da er ſich ſelbſt nicht ſehr gegen die Ungemächlichkeit des Meeres abgehärtet fühlte, pflegte er einige Stunden, in ſeinen großen Offi⸗ ciersmantel gehüllt, auf dem Oberlauf liegend zuzubrin⸗ gen. Die übrige Zeit wandte er dazu an, daß er ſich einen Plan für ſein zukünftiges Benehmen machte und ſeinen Geiſt durch eine ſolide Lectüre unterſtützte. Zu⸗ weilen traf er die Paſſagiere, ſeine Reiſegefährten. Dies waren zwei Damen, welche eine Erbſchaft im Norden von Amerika einziehen wollten, und vier Männer, von denen der eine, ſchon alt, zwei Söhne bei ſich hatte. Dieſe