Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſchluß, den ich unwiderruflich gefaßt habe, ſeitdem ich nach der Rückkehr meiner Kräfte nicht mehr an der Feſtigkeit meines Geiſtes zweifeln konnte. Für meinen Sohn leben, durch Entbehrungen leben, arbeiten ſogar, wenn es nöthig iſt; aber ihn Tag und Nacht nicht verlaſſen, das iſt die Zukunft, die ich mir vorgezeichnet habe. Kein Kloſter, keine Selbſtſucht mehr; ich gehöre Jemand: Gott will nichts mehr von mir!“

Der Doctor ſchaute Pbilipp an, als wollte er ihn fragen:

„Nun, was habe ich vorhergeſehen?“

„Meine Schweſter!“ rief der junge Mann,„meine

Schweſter, was ſagſt Du?“

„Klage mich nicht an, Philipp, das iſt nicht eine Laune einer ſchwachen und eitlen Frau; ich werde Dich ih beläſtigen, ich werde Dir keinen Zwang aufer⸗ egen.

3„Aber... Andrée, ich kann nicht in Frankreich blei⸗ ben; ich habe kein Vermögen, keine Zukunft mehr; ich kann wohl einwilligen, Dich am Fuß eines Altars zurück⸗ zulaſſen, aber in der Welt, in der Armuth, bei der Arbeit, Andrée... gib wohl Acht.“

„Ich habe Alles vorhergeſehen... ich liebe Dich aufrichtig, Philipp; doch wenn Du mich verläſſeſt, ver⸗ ſchlucke ich meine Thränen und flüchte mich zu der Wiege meines Sohnes.“

Der Doctor näherte ſich und ſagte:

„Das iſt Uebertreibung, das iſt Wahnſinn.“

„Ah!l Doctor, was wollen Sie?... Mutter ſein iſt ein Zuſtand des Wahnſinns... Doch dieſen Wahn⸗ finn hat mir Gott geſchickt. So lange das Kind meiner bedarf, beharre ich bei meinem Entſchluß.“

L 1Sblid und der Doctor wechſelten plötzlich einen

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„Mein Kind,“ ſagte der Doctor zuerſt,„ich bin kein ſehr beredter Prediger, aber ich glaube mich zu erinnern,

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