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Nach zehn Minuten fühlte Philipp, daß es ihm un⸗ moͤglich war, länger zu warten.—
Er zog es daher vor, ſich das Gitter vor der Stunde öffnen zu afſen, auf die Gefahr, Verdacht zu erregen.
„Ueberdies,“ murmelte Philipp, eiſten Gedanken fort⸗ ſpinnend, der ſich wiederholt ſeinem Geiſt dargeboten hatte, „welchen Verdacht kann überdies der Portier ſchöpfen, wenn ich ſage, ich ſei durch die Geſundheitsumſtände meiner Schweſter ſo ſehr beunruhigt worden, daß ich in Paris einen Arzt geholt habe und dieſen ſchon bei Son⸗ nenaufgang hierherbringe?“
Sich für dieſe Idee entſcheidend, die durch ſein Ver⸗ langen, ſie in Ausführung zu bringen, allmälig alle ihre Gefahren verloren hatte, lief er nach dem Wagen.
„Ja, mein Herr,“ ſagte er,„Sie hatten Recht, es iſt unnütz, länger zu warten, kommen Sie, kommen Sie.“
Doch er mußte dieſe Aufforderung wiederholen; erſt das zweite Mal legte Balſamo den Mantel ab, in den er gehüllt war, ſchloß ſeinen Ueberrock mit den Knöpfen von polirtem Stahl und verließ den Wagen.
Philipp ſchlug einen Fußpfad ein, der ihn mit aller Erſparung ſchräger Linien an das Gitter des Parkes
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„Gehen wir geſchwinde,“ ſagte er zu Balſamo.
Und ſein Schritt wurde in der That ſo raſch, daß Balſamo Mühe hatte, ihm zu folgen.
Das Gitter öffnete ſich; Philipp gab dem Portier ſeine Erklärung, und die zwei Männer traten ein.
Als das Gitter wieder hinter ihnen geſchloßen war, blieb Philipp abermals ſtehen und ſagte:
„Mein Herr, ein letztes Wort. Wir ſind an Ort und Stelle; ich weiß nicht, welche Fragen Sie meiner Schweſter vorlegen werden; erſparen Sie ihr wenigſtens die Einzelnheit der furchtbaren Scene, welche während ihres Schlafes hat vorfallen können. Schonen Sie die Reinheit der Seele, da es um die Jungfräulichkeit des Leibes geſchehen iſt.“


