Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Alles läßt Sie bei ernſten Umſtänden faſch ſchließen. Ich habe dort bei mir mehr gethan, als ich hätte thun müſſen, um Sie zu überzeugen und ein wenig Ruhe von Ihnen zu erlangen. Sie fangen wieder an, nehmen Sie ſich in Acht; denn wenn Sie mich ermüden, werde ich entſchlummern in der Tiefe meines Kummers, gegen den der Ihrige, das ſchwore ich Ihnen, nur toller Zeitver⸗ treib iſt; und wenn ich ſo ſchlafe, mein Herr, dann wehe dem, der mich erweckt! Ich bin nicht in das Zimmer Ihrer Schweſter eingetreten, das iſt Alles, was ich Ihnen ſagen kann; Ihre Schweſter hat mich aus eigenem An⸗ trieb, woran, ich geſtehe es, mein Wille einen großen Antheil hatte, Ihre Schweſter, ſage ich, hat mich im Garten aufgeſucht.

Philipp machte eine Bewegung, doch Balſamo hielt ihn zurück.

Ich habe Ihnen einen Beweis verſprochen, fuhr er fort,ich werde Ihnen denſelben geben. Wollen Sie ihn ſogleich haben? Gut. Gehen wir lieber nach Tria⸗ non hinein, als daß wir die Zeit mit unnützen Worten verlieren. Ziehen Sie es vor, zu warten, ſo warten wir, doch ſchweigend und ohne Aufregung, wenn es Ihnen beliebt?

Nachdem Balſamo dies mit der unſern Leſern be⸗ kannten Miene geſagt hatte, löſchte er den flüchtigen Blitz ſeines Blickes aus und verſank wieder in ſein Nach⸗

nnen. Philipp gab ein dumpfes Brüllen von ſich, wie es das wilde Thier thut, das ſich zu beißen anſchickt; dann plöͤtzlich die Haltung und den Gedanken wechſelnd, ſagte

Dieſen Menſchen muß man überreden, oder durch irgend eine Ueberlegenheit beherrſchen; faſſen wir Ge⸗

duld.

Doch da es ihm unmöglich war, bei Balſamo ge⸗ duldig zu bleiben, ſo fing er an, in der grünen Allee auf und ab zu gehen, in der der Wagen angehalten hatte.